Monday, May 21, 2012

ARTIKEL: Georgiens Reichster Mann. Iwanischwili drängt es an die Macht. Von Silvia Stöber (cicero.de)

(cicero.de) Laut dem "Forbes"-Magazin ist er die Nummer 153 der Reichen dieser Welt. Er residiert in einem Palast aus Glas und Stahl über Tiflis. Der Georgische Geschäftsmann Bidsina Iwanischwili schickt sich an, die Staatsmacht bei den nächsten Wahlen herauszufordern.


Wäre die lage nicht ernst, könnte man es für eine kaukasische Variante der Tragikomödie „Besuch der alten Dame“ von Friedrich Dürrenmatt halten. Es geht zwar nicht um eine reich gewordene Schweizerin, die in ihr Heimatstädtchen zurückkehrt und sich unter Einsatz ihres Geldes an ihrem früheren Peiniger rächt.


Aber auch die Hauptfigur in diesem politischen Spiel hat fern der georgischen Heimat ein Vermögen gemacht, betätigt sich seit der Rückkehr in die Ex-Sowjetrepublik vor zehn Jahren als Wohltäter und hat ein Ziel: die regierende Partei bei den nächsten Wahlen von der Macht abzulösen.


Bidsina Iwanischwili ist der reichste Mann Georgiens. 650 Millionen Euro soll er ausgegeben haben – für Kirchen, Theater, zur Unterstützung von Künstlern und Intellektuellen sowie für die Menschen in seiner Heimatregion Satschchere, denen er Krankheitskosten, Gas, Strom und Dächer finanziert. Der Geschäftsmann, laut Forbes die Nummer 153 der Reichen dieser Welt, residiert in einem Palast aus Glas und Stahl über der Hauptstadt Tiflis. Von seinem Büro aus überblickt er nicht nur die Stadt. Er schaut auch hinab auf den Präsidentensitz.


Den Namen des Präsidenten, Michail Saakaschwili, spricht der Geschäftsmann mit Verärgerung aus: Der Präsident habe die Kontrolle über den Staat und die Wirtschaft an sich gerissen, schimpft er. Sonst wirkt der Geschäftsmann besonnen, ob im Interview oder bei einer turbulenten Pressekonferenz zuvor.


Mitte 50 ist er, ­schmal, kaum 1,70 Meter groß. Er wirkt weder charismatisch noch sucht er die Öffentlichkeit. Glanz strahlt hingegen sein vom japanischen Architekten Shin Takamatsu errichteter Palast aus, in dem Kunstwerke von Egon Schiele bis Damien Hirst versammelt sind.


Iwanischwilis Biografie zeugt von Ehrgeiz. Nachdem er in Moskau in Ökonomie promoviert hatte, nutzte er in den neunziger Jahren die aufkommende wirtschaftliche Freiheit. „Ich habe als Erster in Russland Telefone mit Tasten verkauft, die waren damals sehr gefragt“, erzählt Iwanischwili. Mit einem Freund habe er 100 000 Dollar zusammengespart, um eine Bank und später ein Geschäftsimperium zu gründen.


Bei uns ist alles transparent und sauber verlaufen“, beteuert er auf die Frage, wie er in den wilden neunziger Jahren in Russland Geschäfte betrieben habe. Bislang konnte ihm niemand das Gegenteil nachweisen, auch nicht die georgische Regierung. Sie erklärte ihn praktisch zum Feind, nachdem der Milliardär im Oktober vergangenen Jahres völlig unerwartet seinen Gang in die Politik angekündigt hatte.


Dabei hatte Iwanischwili jahrelang im Stillen Gebäude finanziert, die Saakaschwili unter Blitzlichtgewitter einweihte. Inzwischen verlor Iwanischwili die georgische Staatsbürgerschaft, und mittels eines neuen Parteiengesetzes verhängte die Regierung hohe Geldstrafen gegen seine neu gegründete Bewegung „Georgischer Traum“.


Warum Iwanischwili keine Ambitionen auf den Posten des Premiers hegt


Laut dem "Forbes"-Magazin ist er die Nummer 153 der Reichen dieser Welt. Er residiert in einem Palast aus Glas und Stahl über Tiflis. Der Georgische Geschäftsmann Bidsina Iwanischwili schickt sich an, die Staatsmacht bei den nächsten Wahlen herauszufordern.


Was treibt den Milliardär, den Kampf mit der Regierung aufzunehmen und sein zurückgezogenes Leben aufzugeben? Im Gespräch offenbart Iwanischwili neben Groll auf Saakaschwili Patriotismus für sein Land. Er schwärmt für Kultur, Sprache und Geschichte Georgiens und sagt, er wolle zum demokratischen Aufbau des Landes beitragen.


Vehement verwahrt er sich gegen den Vorwurf der Regierung, er wolle im Auftrag Moskaus eine russlandhörige Führung installieren. Die Regierungen beider Länder sind seit Jahren verfeindet. 2008 führten sie einen Krieg um die abtrünnigen Regionen Südossetien und Abchasien.


Iwanischwili ging eine Allianz mit westlich orientierten Oppositionspolitikern Georgiens ein. Dass er auch das Nationale Forum, eine Partei traditionell gesonnener Georgier, beteiligt, zeuge vom kalkulierten Vorgehen Iwanischwilis, erklärt ein französischer Diplomat, der den Milliardär seit Jahren kennt. Diese Partei könne jene Georgier mobilisieren, die sich als Verlierer des Modernisierungskurses der Regierung sehen, so der Diplomat.


Iwanischwili wolle zwar die Regierung ablösen, große Ambitionen auf den Posten des Premiers habe er jedoch nicht. Dazu lebe er zu gern in Ruhe mit seiner Frau und den vier Kindern. Tatsächlich betont Iwanischwili: „Meine Familie ist meine größte Errungenschaft.“


Das Auftreten des Geschäftsmanns spricht weniger für politisches Feingefühl als für das Abarbeiten eines Businessplans, inklusive Lobbyarbeit in Washington. So gibt es in der Bevölkerung neben großer Hoffnung auf einen Wechsel auch Skepsis. Junge Leute sehen es kritisch, dass er vor allem die alte Intelligenzia um sich schart.


Die Regierung um Saakaschwili ist jedenfalls nervös. Denn auch international wächst der Druck, die Wahlen demokratisch zu organisieren, das Parteienfinanzierungsgesetz fairer zu gestalten und Iwanischwili den georgischen Pass wiederzugeben.


Inzwischen sucht die Regierung nach einer Minimallösung für den Widersacher: Einen Tag nach Saakaschwilis Besuch bei der Nato in Brüssel Anfang April kam im Parlament der Vorschlag auf, Iwanischwili per Verfassungszusatz das Recht zuzugestehen, bei der Parlamentswahl im Oktober ohne georgische Staatsbürgerschaft anzutreten. Der nächste Akt auf der politischen Bühne Georgiens verspricht spannend zu werden.


Mehr:

Ivanishvilis "Georgischer Traum" (kas.de)www.kas.deIvanishvili's Washington Lobbying Starts Paying Off

Nobody's Bigger Than Bidzina

Georgia Rejects Ivanishvili Citizenship Bid, Leaves Door OpenIvanishvili Stakes out Pre-Election Positions

ASERBAIDSCHAN: Unauffällig am Kaspischen Meer. Von Silvia Stöber (juedische-allgemeine.de)







Die Juden in Baku führen ein ungestörtes Leben – weil sie sich aus der Politik heraushalten


17.05.2012 – von Silvia Stöber (N-Ost) - www.juedische-allgemeine.de


Gelblicher Staub liegt in der Luft. Von der Mirzagha-Aliyev-Straße ist nur die Häuserzeile auf der rechten Seite geblieben. Links gähnt eine Baugrube. Ein Bagger schiebt die Trümmerreste der einstigen Wohnhäuser zusammen. Drei Männer stehen im Schatten eines grauen Flachbaus und schauen zu. Der Älteste trägt einen weißen Bart und einen schwarzen Anzug. Er stellt sich als Rabbiner Ruven Ismailov vor. Auch die beiden anderen gehören zur jüdischen Gemeinde Baku: Samuel Simantov, Mitte 40, und Zamir Ishev, Anfang 30, Lehrer an der jüdischen Schule und gelernter Programmierer.

Die drei sind sofort zu einem Gespräch bereit und bitten hinein ins Gemeindezentrum, in einen länglichen Raum, den Bücherregale, ein Lesepult und Tischreihen füllen. In der Luft liegt Knoblauchgeruch. Vor wenigen Minuten sei ein Fest mit Schülern zu Ende gegangen, entschuldigen sich die Männer für die Unordnung im Raum.

ABRISS Die Baugruben und das Chaos draußen vor dem Haus störten sie nicht, sagen die Männer. Schon seit Jahren müssten alte Wohnhäuser und ihre Bewohner modernen Gebäuden und neuen Straßen weichen. Ein von reichlichen Öleinnahmen getriebener Bauboom verändert die Stadt. Zahlreiche Bürger beklagen, sie seien nicht angemessen entschädigt worden oder hätten keine adäquate Unterkunft bekommen. Nicht so die drei Gemeindevertreter. 

»Nirgendwo auf der Welt wurde für abgerissene Häuser so viel bezahlt«, betont Samuel Simantov. Ihre neue Synagoge auf der anderen Seite der Baustelle sei viel größer und schöner als die alte. Aserbaidschans Präsident Ilham Alijew habe sie 2011 errichten lassen.

»Wir sind sehr froh darüber, wie sich der Präsident um die Juden kümmert«, sagt Simantov. Man sei »sehr dankbar«. Uneinig sind sich die Männer nur darin, wie schnell der Synagogenbau voranging: sechs Monate meint Rabbiner Ismailov, drei sagt Simantov.

Dann preisen sie die Toleranz der überwiegend schiitischen Muslime Aserbaidschans gegenüber den Juden im Land. Neben den rund 10.000 Bergjuden gibt es einige Tausend georgische und europäische Juden in der früheren Sowjetrepublik.

Anpassung ist der Preis für das ungestörte Leben der Gemeinden im Land. »In politischen Fragen stehen wir immer an der Seite der Aserbaidschaner, zum Beispiel auch im Konflikt um Berg-Karabach. Entsprechend hat man uns behandelt«, erklärt Zamir Ishev. Um die Berg-Enklave Karabach führten Aserbaidschan und der Nachbar Armenien Krieg, als die Sowjetunion Anfang der 90er-Jahre zerfiel.

AUTORITÄR Ein weiterer Grund für das harmonische Zusammenleben in dem autoritär regierten Staat ist, dass sich die jüdischen Gemeinden von der Macht fernhalten. Samuel erläutert: »Uns prägt, dass wir mit der aktuellen Politik nichts zu tun haben dürfen. Hohe Ämter interessieren uns nicht. Deshalb brauchen wir auch keine sogenannten Kontakte. Kontakt haben wir zu Gott.« Gemeint sind Beziehungen, die für einen Aufstieg in höhere Positionen noch immer unerlässlich sind.


Auf der anderen Seite hat die Regierung großes Interesse daran, ihre Toleranz gegenüber religiösen Minderheiten herauszustellen. Außenpolitik ist für das Neun-Millionen-Einwohner-Land von der Größe Österreichs eine Herausforderung – liegt es doch strategisch wichtig am Kaspischen Meer zwischen Russland und dem Iran. Neben der Türkei als ebenso turksprachigem Bruderstaat spielt der Westen eine große Rolle in der Balancepolitik, die Aserbaidschan seit Jahren betreibt.


So unterhält Baku auch gute Beziehungen zu Israel – zum beiderseitigen Vorteil. Denn Aserbaidschan ist als Gas- und Öllieferant wichtig, ebenso als Verbündeter an der Nordgrenze zum Iran. Ende Februar ließ ein israelisch-aserbaidschanischer Waffendeal im Umfang von 1,6 Milliarden US-Dollar aufhorchen. Experten gehen allerdings davon aus, dass die Waffen vor allem für den Konflikt mit Armenien gedacht sind.


IRAN Trotz schwieriger Beziehungen zu Iran will die Regierung in Baku keinen Konflikt mit dem südlichen Nachbarn. Das betont Novruz Mammadov, der im Präsidentenbüro die Abteilung für Außenpolitik leitet. Als Gerücht weist er einen Bericht des Magazins »Foreign Policy« zurück. Darin heißt es, Israel könne im Falle einer militärischen Auseinandersetzung mit dem Iran aserbaidschanische Luftwaffenbasen nutzen. Zwar sind gute Beziehungen zu Israel bedeutend. Wichtiger ist es jedoch, kein Risiko gegen den Iran einzugehen, meinen Experten in Baku.


Die Juden in Aserbaidschan setzen darauf, dass das Verhältnis ihres Landes zu Israel auch in außenpolitisch schwierigen Zeiten gut bleibt. Für Samuel, der auch einen israelischen Pass hat, ist es eine »Freundschaft zwischen zwei Heimatländern. Das begünstigt unseren speziellen Status hier.«


Keine große Rolle wird es jedoch für die Gemeinde spielen, wenn Ende des Monats auch jüdische Sänger aus Israel und der Türkei zum Eurovision Song Contest nach Baku kommen, dem Großereignis in Aserbaidschan. »Um diese Zeit sind unsere religiösen Trauertage«, erklärt Rabbiner Ismailov. »Wir spielen in dieser Zeit keine Musik und sehen nicht fern.« Dann verabschieden sich die drei Herren freundlich von ihren Gästen und stellen sich wieder vor die Tür, um weiter den Abriss auf der anderen Straßenseite zu beobachten.

EXHIBITION: Andro Semeiko: Le Grand Charmer at Phoenix Gallery - Privet view 24 May (androsemeiko.com)

(androsemeiko.com) Friday 25 May - Sat 07 July, FREE Drawing on techniques and motifs both from the history of painting and its current precedents, Georgian born artist, Andro Semeiko’s painting-based practice extends into drawing, sculpture and installation. Constructing multilayered visual narratives, these elements operate as props for a Mise-en-scène or theatrical setting and are often site-specific, referencing the history, legends and architecture of the place he is exhibiting.


Here, he takes inspiration from a time when the river Exe was tidal and the city was a busy port. Portraits refer to works in the neighboring Royal Albert Memorial Museum, and wall drawings are inspired by Exeter’s Roman fortifications, medieval underground passageways and neo-classical architecture, including that of Exeter Phoenix itself.


Private view
Thursday 24 May, 6-7.30pm
Eye opener discussion
Wed 30 May, 1.30pm, FREE
Join in with an informal discussion about the exhibition in the gallery


Artist talk
Sat 23 June, 2.30pm, FREE
The artist will discuss his exhibition and wider practice


exeterPhoenix
Phoenix Gallery
Opening ours: 10am-5pm
www.exeterphoenix.org.uk


Café Bar: 10am-11pm
Food Available: Mon-Fri: 11:30am-3pm & 5pm-7:30pm and Sat: 11:30am -7:30pm
*exeterPhoenix is open for Family Sundays.

Sunday, May 20, 2012

PHOTO ESSAY: Nagorno Karabakh: At Peace on a War Footing. By Timo Vogt

A female volunteer digs a new frontline trench for Nagorno Karabakhi soldiers.
A ceasefire 18 years ago this month brought a halt to the war in Nagorno-Karabakh. But with the battle over the disputed territory’s fate dragging on, residents must contend with a persistent enemy in their midst – uncertainty.


These images, taken by photographer Timo Vogt, illustrate the struggle for Karabakh residents, who are trying to retain a sense of hope and find a measure of prosperity, while banishing feelings of insecurity.


The hot-phase of the Karabakh conflict, fought mainly between Armenian and Azerbaijani forces, began in late 1992. By early 1994, Armenian troops were in control of not only Karabakh, but of large swathes of Azerbaijani territory surrounding the enclave. Offensive military operations ended May 16, 1994, when representatives of the opposing sides signed a ceasefire agreement in Moscow.


Eighteen years of frustration have ensued. Negotiations on a peace settlement, held under the auspices of the Organization for Security and Cooperation’s Minsk Group, are stalemated. Meanwhile, Armenian and Azerbaijani troops still snipe at each other along the ceasefire line, and Karabakh society continues to operate under war-time conditions.


In recent years, Azerbaijan has devoted a significant portion of its windfall profits from energy exports to funding an arms buildup. Most experts doubt that Baku is intent on resuming the war in the near future. But Azerbaijan’s longer-term intentions are more difficult to discern. The longer peace negotiations remain at an impasse, the possibility of another bout of all-out warfare seems to grow.


Editor's Note: Timo Vogt is a freelance photojournalist based in Germany.


Nagorno Karabakh: Shusha, 20 Years Later

A woman shouts at kids playing outside a residential building.




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PHOTO ESSAY: Georgia: Football Players Cry Foul. By Paul Rimple and Justyna Mielnikiewicz (eurasianet.org)


Datchoua Nemale Olivier uses makeshift weights made from plastic bottles filled
with water to keep in shape.






Twenty-year-old Issac Nyengue, a defender from Cameroon, a football hotbed in Africa, was looking for a little payday and a chance to gain valuable experience in what he thought was a professional European league. So he seized on an opportunity to go the South Caucasus country of Georgia, which aspires to host the 2020 European Football Championships. But instead of performing for a team in Tbilisi, Nyengue alleges he got played.


Nyengue recounted that he had to fork over $1,040 this past January for the opportunity to join FC Elit, a Tbilisi-based team he believed was in Georgia’s second division. “The owner of the team picked me up at the airport and said, ‘Welcome to Georgia,’” Nyengue said. “He took me to a flat and I knew something was wrong. It was like something from a Cameroonian village.”


The flat that housed FC Elit’s African players, according to Nyengue, was in the Tbilisi velodrome, a dilapidated Soviet-era facility that no longer hosts bike races, and which also sheltered Internally Displaced Persons. “When I walked in, there were 10 guys sleeping in a single room. There was no heater,” Nyengue said.


The ambitions of FC Elit’s owner, Guga Babashvili, may not have been matched by the amount in his checkbook. It appears the club’s professional status was never firmly established. According to officials from the Georgian Football Federation (GFF), the club never paid its 2,000 lari ($1,200) registration fee.


In all, 11 Cameroonian football players came to Georgia, starting in August of last year, hoping to jumpstart their professional careers. But before they could make it on to the playing field, they had to shell out some coin. On top of picking up the cost of plane tickets, some paid their agents up to $2,500, or wired half of that amount directly to Georgia for the opportunity to play with FC Elit. They also claim they were hit up after arrival for $1,000 supposedly to pay for additional fees and expenses.


Those players who could afford to do so paid the cash. “When my brother called me from Tbilisi and told me he needed money to play football, I thought, ‘What kind of team is this?’ Tell me, where in the world does a football player need to pay to play?” asked Patience Songue, whose brother, striker Martin Songue, paid the requested $1,000.


The players say their contracts guaranteed them housing, food, pocket money and health coverage. In reality, they claim they often went days without food. Meals would appear only when another player had been recruited, they alleged. Otherwise they eat mostly bread and water.


“You know it’s bad when you look at a cat or a pigeon and tell yourself ‘I could eat that,’” said 21-year-old Reginald Essemi, a left-winger. One local baker gave them free bread; other neighbors offered food and bedding.


Babashvili, FC Elit’s owner, contests the assertions made by the players. He acknowledges that players paid some money, but denies that they were housed at the Tbilisi bicycle track. He also says the team is now registered with the Tbilisi Football Federation, an amateur confederation. Babashvili’s former business partner, Oswald Nkhono, a native of Cameroon who now lives in Tbilisi, denied taking money from players. He also said that Babashvili “handled all the financial transactions.”


One of the 11 Cameroonian players has returned to his native country. The 10 who remain in Georgia face an uncertain future. Although they have received release documents from Babashvili, the chances that any of the 10 can catch on with another Georgian club are slim. A major barrier is the hefty fee, as high as 15,000 lari (almost $9,000), that a club must pay to the GFF in order to place a foreign player on its roster.


GFF representatives are aware of the players’ plight, but say there is little they can do. “If anything is illegal, it’s police business, not the federation’s,” said Irakli Nakaidze, head of the GFF transfer department, which oversees the employment of foreign players on Georgian teams. “The relationship between the player and the club is theirs.”


A representative of the Georgian mission of the International Organization of Migration said that if players came to Georgia under misleading pretenses, then the national football associations should feel an obligation to get involved. “I believe there should be a campaign jointly with the government, football associations, and perhaps NGOs that provide aid to those players that need it,” said IMO program coordinator Marc Hulst.


First Deputy Interior Minister Ekaterine Zguladze told EurasiaNet.org that the ministry was not familiar with the Cameroonian soccer players’ case, but noted that they could petition the Interior Ministry for assistance with returning to Cameroon, request “case compensation” from the General Prosecutor’s Office, or file a lawsuit against FC Elit owner Babashvili.


Reluctant to trust anyone, the soccer players see none of those options as a viable way forward. They have not turned to the police for help because, in their experience in Cameroon, law enforcement is corrupt. Nor do they have the funds to finance a lawsuit. And returning home would be humiliating since their families made many sacrifices to pay the fees to get them to Georgia, they say.


The athletes’ experience highlights a broader issue involving Africans who travel to Georgia seeking career advancement, only to end up getting burned. For example, advertisements in countries such as Nigeria tout vocational courses in tourism management with vague promises of later employment. One such school required students to hand over $1,500 each for tuition and fees, but proved to be only an empty classroom with six desks and one teacher.


First Deputy Interior Minister Zguladze says such cases have diminished in number since the ministry began scrutinizing visa applications from African travel agents for study at Georgian vocational schools. “If … we see that it is a cheap, little private office applying for visas for five people a year from somewhere like Nigeria, we automatically deny the applications,” she said.


Nigerian Sylvester Chinyelugo, a Tbilisi State University doctoral candidate in international affairs, says the pattern of victimization begins in Africa, where prospective migrants don’t educate themselves about their intended destinations before they leave home. “People come here expecting to go to America,” he said. “They don’t know what they are doing, or where they are.”


Editor's Note: Paul Rimple is a freelance reporter based in Tbilisi. Justyna Mielnikiewicz is a freelance photojournalist also based in Tbilisi.


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Saturday, May 19, 2012

SOLO EXHIBITION: In Art Gallery proudly in New York presents Oleg Timchenko’s “Auto Portrait” - opening June 6 (artefuse.com)

Janis Joplin


Arnold Schwarzenegger

Adolf Hitler




Marilyn Monroe






(artefuse.com) In Art Gallery (www.inartgallery.com) – New York’s premier art gallery representing the most sought after Georgian artists and their fine artwork – is proud to present “Auto Portrait,” a solo exhibition featuring new work by Georgian artist Oleg Timchenko. “Auto Portrait” will open on Wednesday, June 6 and will be on view at 25CPW Gallery, located at 25 Central Park West at 62nd Street in New York City (www.25cpw.org) through Tuesday, June 12.


“Auto Portrait” is comprised of over a dozen paintings inspired by prominent figures that have greatly influenced society within the last century. Strategically intended to open prior to Father’s Day, the series of paintings from “Auto Portrait” will feature notorious automobiles that were once driven by legendary leaders and celebrities. From Janis Joplin and John F. Kennedy (pictured above) to Adolf Hitler and Marilyn Monroe, the series of artwork will feature automobiles along with a citation from the celebrities that once drove in them. This will be the second exhibition presentation from Oleg Timchenko in New York City, following his “Come Together” exhibit from fall 2011.


“I have been thinking about this concept for a long time and I am very proud to be exhibiting these pieces in June,” explains Oleg Timchenko. “The paintings in this particular exhibit are portraits of famed individuals, only they are not present in the paintings. Like they say dogs resemble their masters, I believe that every car resembles the personality and image of its owner. Marilyn Monroe, for example, once drove a vehicle that emulated her femininity and sex appeal, while someone like Arnold Schwarzenegger, who is known for his strength and sturdy build, has driven a Hummer. In my “Auto Portrait” exhibit you will see just that, automobile portraits resembling their celebrity counterpart accompanied by a quotation from them.”


“Georgian art is very eclectic, colorful and lively and unfortunately, the diverse style is not represented enough in the USA.”


“It is In Art Gallery’s mission to recognize and promote such unparalleled artists such as Oleg Timchenko and to realize the potential to attract a broad, culturally diverse audience,” adds Inna Elua and Teah Murvanidze, art curators and co-founders of In Art Gallery.


Oleg Timchenko’s paintings have been exhibited all across Europe. His works are in the permanent collections of prestigious museums such as Tsaritsino Museum of Contemporary Art in Moscow, Russia, Tbilisi Museum of Contemporary Art and Ludwig Museum, Budapest in Hungary and remain in private collections coveted by personal collectors such as Wolfgang Flatz, President Saakashvili, and Badri Patarkachishvili – among others.


For over three decades, contemporary Georgian artist and co-founder of the 10th Floor Group, Oleg Timchenko has never ceased to amaze audiences and art collectors worldwide. Born in Tbilisi, Georgia (former Soviet Union) in 1957, Oleg discovered his passion for the arts at a young age. In pursuing this passion, he graduated from The Tbilisi State Academy of Fine Arts, one of the oldest and largest art academies in Caucasus, Georgia, where he now teaches as a professor. 


Oleg is notorious for his expressive, colorful paintings paired with meticulous attention to detail. In his artwork, he often recognizes symbolic, bizarre or dream-like objects, while his other paintings are of a more classical style.




“AUTO PORTRAIT”ART EXHIBIT, JUNE 6-12For further information on Oleg Timchanko’s exhibit and location information, or to view his artwork from previous exhibits, please visit www.inartgallery.com.
(212) 877-5551Press 
Contact: Eda Kalkay 

PHOTOGRAPHY: Georgia on my mind. The Photographer Dima Gomberg (dimagomberg.com)







more: www.dimagomberg.com/georgia-single

TUSHETI: The Sheperds Way - The Photographer Dima Gomberg (dimagomberg.com)



















more: www.dimagomberg.com/the-shepherds-way

Shepherding is one of the oldest occupations, originating more than 6,000 years ago in Asia Minor. We learn about shepherds from our religions where in the Judeo-Christian tradition, the term is metaphorically used for God. In Islam, Muhammad prided himself in being part of a rich tradition of prophets who worked as shepherds. Sikhism has many mentions of shepherd tales.


Shepherds are also found in literature where they are involved in rescuing foundlings such as Oedipus, Romulus and Remus, the title characters of Longus’ Daphnis and Chloe, and The Winter’s Tale by Shakespeare.


Today most of us are far removed from the lives of shepherds. Perhaps that is why we are so fascinated with images of people who still find their livelihood as shepherds. Our fascination only increases when the images are as exquisite as those of Dima Gomberg’s. Check out this stunning photographic series called “The Shepherds Way,” by Gomberg, which depicts this ancient way of life. 


Source: www.madeinslant.com


Tuesday, May 15, 2012

PHOTOGRAPHY: Opening the Georgian and German photographers' exhibition and presentation of the photo album „Georgia - Myth and Reality"


ქართველი და გერმანელი ფოტოგრაფების გამოფენა ,,საქართველო - მითოსი და რეალობა“/ Opening  the Georgian and German photographers' exhibition  and  presentation of the photo album „Georgia - Myth and Reality"
copyright: Wolfgang Korall
16th May 2012 at 6:00pm - Friday, 1th June at 6:00pm


Literature Museum. 8 Chanturia st. Tbilisi


During the days of the 20th anniversary of establishing diplomatic relations between Georgia and Germany”


Opening the Georgian and German photographers' exhibition and presentation of the photo album „Georgia - Myth and Reality".


Authors: Wolfgang Korall, Angela Fensch, Sebastian Schobbert, Frank Rödel, Beso Gulashvili, Irina Kurmaeva, Guram Tsibakhashvili, Natela Grigalashvili, Mariam Amurvelashvili.


Exhibition will last till 1 of June.


Link: www.deutschewoche.ge





CULTURE: Tbilisi Photo Festival 2012 - 29 MAY – 4 JUNE (tbilisiphotofestival.com)

THIRD EDITION --- tbilisiphotofestival.com

The Festival aims to showcase the best of world photography—with renowned photographer Stanley Greene as this year’s honoured guest—and to make a name for itself as a central meeting point of photography from a variety of different worlds—Asia, Iran, Turkey, Europe, Russia and the Arab world—right here in the Caucasus.


Keen to see some Afghan photography? You will! What about Georgian or Armenian photography? Also on offer! Or Iranian, Iraqi or Russian? Come and join us!


The third edition of the Tbilisi Photo Festival, centred around the theme of militancy and bearing witness, will feature six original exhibitions with some great names from the world of photography taking part.


Tbilisi Photo Festival is held as part of European Week in Tbilisi 2012 organised by Europe House Georgia, a non-governmental organisation whose aim is to promote European culture and values in Georgia, and Tbilisi"s Photography House.


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With the now third edition of the Tbilisi Photo Festival, the Georgian capital hits hard and pulls no punches as it looks at this past year of triumph and tumult—in Europe and further abroad—with a first exhibition of photo-journalism devoted to the conflict in Syria.


The Festival aims to showcase the best of world photography—with renowned photographer Stanley Greene as this year’s honoured guests-and to make a name for itself as a central meeting point of photography from a variety of different worlds—Asia, Iran, Turkey, Europe, Russia and the Arab world—right here in the Caucasus.


Keen to see some Afghan photography? You will! What about Georgian or Armenian photography? Also on offer! Or Iranian, Iraqi or Russian? Come and join us!


The third edition of the Tbilisi Photo Festival, centred around the theme of militancy and bearing witness, will feature six original exhibitions with some great names from the world of photography taking part.


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Sunday, May 13, 2012

CALL FOR APPLICATIONS: DOCSTORIES – BLACK SEA 2012 (docstories-blacksea.com)



Application Deadline: 21.05.2012


Docstories Black SeaDocstories Black Sea – Storytelling in Documentary Film is a workshop aimed at developing creative documentary projects and innovative non-fiction formats in the greater Black Sea region. 


The workshop is organized by a group of three partners: IDFA (The International Documentary Film Festival Amsterdam), Art-Doc (Romania) and the Noosfera Foundation (Georgia). Docstories Black Sea is funded by the EU (Media Mundus Programme) & by the Open Society Foundation (Georgia).
Documentary filmmakers, producers, editors, authors, commissioning editors and TV-media professionals from Georgia, Bulgaria, Romania, Turkey, Ukraine, Byelorussia, Armenia, Azerbaijan, Russia and Moldova may apply.


Experienced tutors, directors and editors working on the European documentary market will help the participants to analyze their projects and to develop them according on high international standards.


The training initiative Docstories Black Sea contains three sessions:


1. The first session takes place in Tbilisi (Georgia) from 02.07.2012 – 06.07.2012 and deals with storytelling structures & dramaturgy
2. The second session takes place in Sibiu (Romania) from 16.10.2012 - 20.10.2012 in cooperation with the Astra Film Festival and besides further development of the projects it deals with innovative documentary formats for TV & internet
3. The third session takes place in Amsterdam (The Netherlands) from 15.11.2012 – 19.11.2012 in partnership with IDFA and IDFA Academy and deals with funding, co-production and distribution possibilities. 


The participants can present their projects in organized one-on-one meetings at the biggest and most important documentary festival in Europe. Apart from this they will attend all industry events & master classes organized by IDFA Academy.

15 participants (registered for all 3 sessions) and 6 additional participants who can apply separately for the session of their interest: either in Georgia (Tbilisi) or in Sibiu (Romania) will be selected. The documentary projects of the applicants may be at the development, production or rough-cut stage.


It is required that the selected participants who have applied for the entire workshop, attend all three sessions. The working language is English, but there will be also a Russian language group during the session in Tbilisi. For the guidelines and any additional questions please visit our website or contact us at: artdoc.romania@gmail.com


To apply, please use the online application form on 
www.docstories-blacksea.com

AUSSTELLUNG: Armin T. Wegner. Der vergessene Völkermord. Fotografien 1915/16


Etwas Geduld bitte, das Bild wird noch geladen.Der Wuppertaler Armin T. Wegner (*1887, Elberfeld, †1978, im Exil in Rom) – Schriftsteller, Essayist, Reisender und kritischer Beobachter seiner Zeit – zählt zu den weithin vergessenen Autoren des 20. Jahrhunderts.

Wegner avancierte in den zwanziger Jahren mit seinen Reiseberichten „Fünf Finger über Dir“ (1930) und „Am Kreuzweg der Welten“ (1930) zum Bestsellerautor. Die Texte des vom Orient faszinierten Schriftstellers erzählen von seinen ausgedehnten und abenteuerlichen Reisen, die er zusammen mit seiner Frau, der jüdischen Dichterin Lola Landau, unternahm.

Der lebenshungrige und abenteuerlustige Dichter vergaß jedoch nie, auch hinter die Kulissen der Zeitgeschehnisse zu blicken. So wurde er 1915 - als Sanitätsoffizier des Roten Kreuzes in Bagdad - Zeuge von der Vertreibung der Armenier. Trotz Verbots begab er sich in die Flüchtlingslager, fotografierte, schmuggelte Briefe der Verfolgten zur amerikanischen Botschaft und die entstandenen Bilder unter seiner Bauchbinde nach Deutschland.

Der umfangreiche Nachlass des Dichters und leidenschaftlichen Fotografen liegt im Deutschen Literaturarchiv Marbach. Neben Briefen, Tagebüchern, Arbeitsmaterialien und einigen Romanfragmenten finden sich darin auch etwa 6700 Fotografien.

In der Gedenkstätte Steinwache werden jene Aufnahmen gezeigt, die Wegner mit seiner Plattenkamera von der Vertreibung und den Morden an den Armeniern machte. Da nur die Glasdiapositive zu seinem Vortrag, den er zwischen 1919 und 1924 hielt, überliefert sind, werden die Fotos in neuen Drucken ausgestellt.

Weitere in Wegners Nachlass überlieferte Bilder aus dem Kontext des Völkermords, die nicht eindeutig dem Fotografen Wegner zugeordnet werden können, sind über eine Dia-Projektion zu sehen.

Zwischen 1919 und 1933 arbeitete Wegner an einem umfangreichen Roman zum armenischen Völkermord. Die Verhaftung durch die Gestapo im August 1933, Folter u.a. im KZ Columbia Haus in Berlin und Gefangenschaft in mehreren Konzentrationslagern verhinderten schließlich den Abschluss dieses Unternehmens.

Kuration der Ausstellung: 
Prof. Dr. Andreas Meier (Bergische Universität Wuppertal) 
Judith Schönwiesner, M.A. (LVR)

Programm (Entwurf)

10. Mai 2012, 19.00 Uhr Eröffnung
Begrüßung Dr. Stefan Mühlhofer
Der Augenzeuge. Armin T. Wegner und der armenische Völkermord
Vortrag zur Ausstellung von Prof. Dr. Andreas Meier (Bergische Universität Wuppertal)
Grußwort und musikalisches Rahmenprogramm
Ulrich Klan (Vorsitzender der Armin T. Wegner-Gesellschaft)

18. Mai 2012, 19.00 Uhr Operation Nemesis und der armenische Völkermord
Vortrag von Dr. Rolf Hosfeld (Lepsiushaus, Potsdam)

30. Mai 2012, 19.00 Uhr "Aghet - ein Völkermord"
Ein Film von Eric Friedler (ARD, 2010)
Filmabend mit Diskussion

22. Juni 2012, 19.00 Uhr Armin T. Wegner "Die Austreibung des armenischen Volkes in die Wüste"
Vortrag mit Lichtbildern
Sprecher: Claus D. Clausnitzer
Moderation: Prof. Dr. Andreas Meier

Nyland-Stiftung, Köln

Mehr hier: www.armin-t-wegner.de
 


(wdr.de) Er war einer der Wenigen, die die Öffentlichkeit über die Massaker der Türken an den Armeniern alarmierten: Vor fast 100 Jahren bereiste der expressionistische Dichter und Reiseschriftsteller Armin T. Wegner als Sanitätsoffizier Ost-Anatolien. Über ausländische Botschaften versuchte er, Beweismaterial nach Deutschland und in die USA zu schleusen, bis er von den Deutschen in der Türkei festgenommen und auf eine Cholera-Station versetzt wurde. Seine Fotografien gehören heute zu den wichtigsten Beweisen eines Genozids an den Armeniern. Unvergessen ist auch sein Eintreten gegen die beginnende Judenverfolgung. Nach seiner KZ-Haft emigrierte er 1936 nach Italien, konnte aber dort nicht mehr an die Erfolge von einst anknüpfen. Eine Aufsatzsammlung über den Reisenden, Schriftsteller und Menschenrechtsaktivisten leuchtet jetzt die Facetten seines Lebens aus. Ebenfalls im Wallstein Verlag erschienen ist die Dokumentation seines Lichtbildvortrags „Die Austreibung des armenischen Volkes in die Wüste“.

Buchtipp

Armin T. Wegner: Die Austreibung des armenischen Volkes in die Wüste
Ein Lichtbildvortrag.
Wallstein Verlag 2011, Preis: 24 Euro

ARTIKEL: Baku baggert. Von Claudia von Salzen (pnn.de)

(pnn.de) Hier singen bald die Finalisten des Eurovision Song Contests. Aserbaidschans autoritäres Regime will die Hauptstadt als moderne Metropole präsentieren – Geld spielt keine Rolle. Historische Gebäude und ihre Bewohner sind da nur im Weg

Das Haus sieht aus, als wolle es sich verstecken. Es ist so schmal, dass es zur Hauptstraße hin auf jedem Stockwerk nur ein einziges Fenster hat. Weil es sich an ein riesiges Nachbargebäude mit 20 Fenstern lehnt, erscheint das Häuschen noch winziger.

Der Blogger Ali Novruzov hält hier gern, wenn er Besuchern sein Baku zeigt: „Für mich ist es ein Denkmal der Rechtsstaatlichkeit.“ Denn vor fast hundert Jahren, als der Prunkbau nebenan errichtet werden sollte, weigerte sich der Eigentümer des kleinen Grundstücks, sein Land zu verkaufen. „Es ist dem Mann, der den Palast gebaut hat, nicht gelungen, den anderen zu vertreiben.“ Diese Anekdote ist für den 26-jährigen Aserbaidschaner deshalb so wichtig, weil es genau diese Sicherheit für die Bürger Bakus nicht mehr gibt.

Ali Novruzov, ein Mann mit schwarzen Locken und Drei-Tage-Bart, dokumentiert in seinem Blog, wie seine Stadt sich verändert hat – und wie das Baku, das er liebt, Stück für Stück verloren geht. Häuser, die er noch vor ein oder zwei Jahren fotografiert hat, sind inzwischen dem Erdboden gleichgemacht. Ein historisches Viertel mit Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert wurde zerstört, um Platz zu machen für teure Neubauten. Die einstigen Bewohner mussten an den Stadtrand ziehen.

Jeder Eigentümer bekomme eine Ersatzwohnung oder umgerechnet 1500 Euro pro Quadratmeter als Ausgleich, behaupten Behördenvertreter in Baku. Doch diese Summe erhalten offenbar nur wenige. Viele Bürger klagen darüber, dass sie nur unzureichend entschädigt worden seien und in weitaus schlechtere Wohnungen umsiedeln mussten. In manchen Fällen wurden die Bewohner so schnell aus den Häusern vertrieben, dass sie nicht einmal mehr ihre Habe mitnehmen konnten.

Ähnlich rabiat gebärden sich die Sicherheitskräfte. Sie gehen massiv gegen Demonstranten vor, die gegen Zwangsenteignungen protestieren. Journalisten aus Baku, die über solche Kundgebungen berichteten, wurden kürzlich brutal zusammengeschlagen.

Artikel ausländischer Medien über die Zerstörung von Häusern und die Vertreibung der Bewohner passen dem Regime von Staatspräsident Ilham Aliyev derzeit gar nicht ins Konzept. Denn am 26. Mai wird in Baku das Finale des Eurovision Song Contest (ESC) stattfinden. Für dieses Ereignis hat das Regime einen dreistelligen Millionenbeitrag ausgegeben – über die genauen Kosten will offiziell niemand reden. Doch es steht fest, dass die Ausgaben höher sind als in jeder anderen Gastgeberstadt zuvor. In den Wochen vor dem Wettbewerb wird auf den zahlreichen Baustellen rund um die Uhr gearbeitet. „Wir haben die Chance zu zeigen, dass wir ein Teil Europas sind“, sagen die Veranstalter. Die aserbaidschanische Führung will den ESC nutzen, um Baku als glitzernde, moderne Metropole zu präsentieren – und damit auch das eigene Bild in der Weltöffentlichkeit zu schönen. 

Der Abriss von Häusern habe mit dem Song Contest nichts zu tun, sagt Ali Hasanov, Berater von Staatspräsident Ilham Aliyev. „Der Hauptgrund dafür ist, der Stadt eine Form zu geben. Die Gebäude störten das Bild und die Infrastruktur.“ Tatsächlich haben die Vorbereitungen für den ESC die Entwicklung nicht ausgelöst, aber beschleunigt. Baku erlebt einen radikalen Umbruch, als solle die Metropole mit aller Gewalt in die Zukunft katapultiert werden. Architekten aus der ganzen Welt planen Neues, Hochhäuser mit Fassaden aus sandfarbenem Stein und Glas entstehen. Finanziert werden sie durch das Öl, welches seit Jahren Milliarden von Dollar einbringt und eine Elite schwerreich gemacht hat. Ein Dubai des Kaukasus soll die Stadt nach dem Willen der Machthaber werden, und tatsächlich haben die beiden Städte Gemeinsamkeiten: den Ölreichtum, die durch einen gemäßigten Islam geprägte Gesellschaft, die futuristischen Wolkenkratzer.

Doch Baku ist nicht neu aus einer Wüste entstanden. Die „Stadt der Winde“ hat eine jahrhundertealte Geschichte – und anders als manche Hauptstadt in Ländern der ehemaligen Sowjetunion blieb ihr Kern weitgehend verschont von der sowjetischen Albtraumarchitektur. Flaniert man innerhalb der mittelalterlichen Festungsmauern der Altstadt, die zum Weltkulturerbe der Unesco gehört und daher von Abrissplänen verschont bleibt, scheint die Zeit langsamer zu laufen. Männer spielen Nard, eine Art Backgammon, Händler bieten nahe dem Palast der Schirwanschahs Teppiche zum Verkauf, und in einem Innenhof wird ein Hammel geschlachtet.

In Aserbaidschan haben über die Jahrhunderte Perser und Türken, Russen und Europäer ihre Spuren hinterlassen. Diese verschiedenen Einflüsse prägen das Bild bis heute. Selbst die Bäume in den Parks wurzeln in Mutterboden aus der ganzen Welt: Weil die Halbinsel Abscheron, auf der Baku liegt, karges Land war, brachten Schiffe, die im Hafen von Baku ankamen, Erde aus ganz Europa mit. Wer das nicht tat, musste hohe Strafzölle bezahlen.

Das war in einer Zeit, als sich Baku in Aufbruchstimmung befand: In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde auf der Halbinsel Öl entdeckt, und die Stadt erlebte ihren ersten Boom. Im Jahr 1900 kam die Hälfte des Öls weltweit aus Aserbaidschan. Die Rothschilds und die Brüder Nobel zog es nach Baku – wie auch die neureichen Einheimischen, die im Umland auf Öl gestoßen waren. Stolz ließen diese Porträts von sich malen, die selbstverständlich ihre Ölquelle im Hintergrund zeigte; sie zogen in eine Villa am Ufer des Kaspischen Meeres und wohnten dort so lange, bis ein veritabler Palast fertig war. Diese zeigen noch immer mit Erkern und Türmchen, Ornamenten und Balkonen den Wohlstand ihrer Erbauer.

Doch nicht nur Paläste stammen aus jener Zeit, sondern auch die vielen zwei- oder dreistöckigen Häuser, die für das Zentrum Bakus so charakteristisch sind. An den Balkonen ranken Weinreben empor, über die Dächer streunen Katzen. Gerade diese Häuser sind es allerdings, die den Abrissbaggern zum Opfer fallen. „Was während des ersten Ölbooms gebaut wurde, wird während des zweiten abgerissen“, sagt der Blogger Novruzov. „Eine Bande von Leuten ohne Geschmack hat schon die halbe Stadt zerstört.“ Auch gegen diese Pläne gibt es Proteste, doch die Einwände der Bürger werden ignoriert. „Sie hören nicht auf uns“, sagt er.

In anderen Ländern der früheren Sowjetunion, etwa in der Ukraine, haben Stadtplaner längst erkannt, dass Altbauten aus der Zeit der vorletzten Jahrhundertwende ein Schatz sind, im westukrainischen Lwiw (Lemberg) etwa wird das Alte liebevoll restauriert. Davon ist Baku weit entfernt. Die Investoren kommt es viel teurer, die mehr als hundert Jahre alte Substanz aufzumöbeln, als sie abzureißen und stattdessen Hochhäuser mit Büros und Luxusappartements hinzustellen. „Baku ist heute eine schreckliche Stadt“, sagt Mehman Aliyev, der die Entwicklung schon lange kritisch begleitet. Der Chef der unabhängigen Nachrichtenagentur Turan sagt, dass die Umgestaltung Bakus auch eine politische Dimension hat: Die teuren Grundstücke in der Innenstadt gingen an Leute, die der Führung des Landes – also dem autoritär regierenden Präsidenten Ilham Aliyev – nahestehen. „Bauen im Zentrum ist ein Monopol der Präsidentenfamilie“, sagt der Journalist. Die bisherigen Bewohner werden verdrängt, „die Familie“ mache dabei hübschen Gewinn.

Obwohl es in Baku eine zahlungskräftige Elite gibt, sind die Luxusläden im Zentrum leer. Kunden sieht man selten, weil die Waren zu teuer sind. Ein Markenanzug koste hier viermal so viel wie in Berlin, erzählt einer, der beide Städte kennt. „Diese Geschäfte werden zur Geldwäsche genutzt“, sagt der Journalist Aliyev.

Die Korruption ist eines der größten Probleme des Landes. In einer Umfrage gab jeder Vierte an, vergangenes Jahr Schmiergeld bezahlt zu haben. Im staatlichen Ölfonds sind bereits mehr als 60 Milliarden Dollar gesammelt – das Geld wird zum großen Teil für Infrastruktur-Projekte ausgegeben, die alles andere als transparent sind. Oppositionelle schätzen, dass dabei die Ausgaben vier- bis fünfmal höher sind als die tatsächlichen Kosten. Wer der Spur des Geldes folgt, stößt am Ende immer wieder auf den Clan um den Präsidenten.

Seit fast 20 Jahren herrscht die „Familie“ über das Land im Südkaukasus: Aserbaidschan ist der einzige Staat der früheren Sowjetunion mit einer dynastischen Herrschaftsnachfolge. Der heutige Staatschef Ilham Aliyev übernahm das Präsidentenamt 2003 von seinem Vater Heydar – und regiert noch autoritärer. Im Parlament gibt es keine echte Opposition, politische Gegner werden unter Druck gesetzt, Regimekritiker, Blogger und Journalisten sitzen im Gefängnis. Im vergangenen Jahr, kurz nach Beginn des Arabischen Frühlings, ließ Aliyev Proteste in Baku niederschlagen, Demonstranten verhaften. Nach dem Mord an einem kritischen Reporter 2005 breitete sich in den Medien Selbstzensur aus. Nähe oder Distanz zum Präsidentenclan entscheiden über berufliche Karrieren – und lukrative Geschäfte. Dass Geld im Überfluss da ist, zeigen die Fußgängerunterführungen an der Uferpromenade. Dort sind Wände und Böden aus Marmor, Ornamente und Spiegel schmücken die Decken. Wer sich nur im Zentrum von Baku bewegt, bekommt die Armut außerhalb nie zu Gesicht. Den Weg vom Flughafen in die Stadt säumen hohe Mauern. Man kenne Baku erst, wenn man auch hinter diese Mauern geblickt habe, sagen die Leute.

Aber welche Vision haben die Machthaber von ihrer Stadt, was ist dieses Neue, das auf den Trümmern des historischen Baku entsteht? Drei fast fertige Hochhäuser ragen in den Himmel, ihre geschwungene, spitz zulaufende Form soll an Flammen erinnern – Aserbaidschan gilt als „Land des Feuers“. Ali Novruzov kann darüber nur den Kopf schütteln. „Furchtbar“ findet er die Türme, die zum neuen Wahrzeichen werden sollen. „Reißzähne“ werden sie im Volksmund genannt.

Ein anderer Blickfang der Stadt wird von den Einwohnern erst recht belächelt: Auf einer Landzunge im Meer weht in 162 Metern Höhe die aserbaidschanische Flagge. Der Fahnenmast, ein Lieblingsprojekt des Präsidenten, war einmal der höchste der Welt – bis die Tadschiken im vergangenen Jahr einen höheren bauten; sie entschieden damit den skurrilen Wettbewerb, den sich mehrere Autokraten seit Jahren liefern, vorerst für sich. Doch nun soll Baku einen Wolkenkratzer bekommen, höher als das bisher welthöchste Bauwerk, das Burj Khalifa in Dubai.

Bakus aktuelles Prestigeobjekt liegt gleich hinterm Fahnenmast. Die Crystal Hall, in der das ESC-Finale stattfinden soll, darf aber vorerst niemand aus der Nähe sehen. Polizisten stoppen jeden, der ein Foto von der Baustelle oder auch nur vom zweithöchsten Fahnenmast der Welt machen will. Das sei verboten, sagen sie. Warum? Eine Begründung gibt es nicht. Wer Fragen stellt, wird aufgefordert, seinen Pass vorzuzeigen. Weitere Polizisten kommen drohend näher. Bilder von einem unfertigen, unordentlichen Baku sind vor dem ESC nicht erwünscht. Heute stören am Flaggenplatz nur noch Bagger und Lastwagen das Bild. Die mehrstöckigen Wohnhäuser, die hier standen, sind dem Erdboden gleichgemacht.

Am Ende stand nur noch ein einziges Haus. Einige Bewohner wehrten sich vehement gegen seinen Abriss. Doch die Behörden drehten ihnen Wasser und Gas ab und begannen mit der Zerstörung des Gebäudes, noch bevor auch die letzten ausgezogen waren.

Saturday, May 12, 2012

VIDEO: Flights over Georgia (youtube.com)



One of the most exiting flights I had in Georgia. I started at 550 m and had to pass a mountain range therefore I climbed up to 4500 m. The view reaching the small village Omalo at the feet of the high Caucasus, I will never forget



A flight around the CTR of Tbilisi Airport. Tried to find David Garetscha found actually a desert in Georgia. Beautiful landscape and heavy nose wind.



Nice winter flight to Jvari church in Georgia, close to Mtsketa (former capital city of Georgia). The church was built in the 6th century.

ARTICLE: Artistication at Baraka (glasschord.com)

(glasschord.com) The Artistication Project is the brainchild of artist Charles Hachadourian. Through his dialogue with artist Kardash Onnig they aspired toward creating an event that would provide artists with the time and space to create and discuss their work. Hachadourian believes that the “tactile conversation between artists” and the accessibility of the conversation to a larger public is crucial to social-intellectual and communal-spiritual growth.

The overall objective of the Artistication project is to create place-responsive compelling artworks that incorporate site, its role in community, and the use of dialogue between the artists as a critical link to better understanding both process and intent.

The Artistication residency is designed to provide two artists with room, board, and a material stipend for the period of one month to realize their respective work. We ask that the artists maintain a compelling connection to the worksite and be willing to participate in a recorded, transcribed document designed to support each other’s individual approach to process, problem solving and intent. Once realized, excerpts of this document and the events that took place in Baraka will be published in Glasschord Magazine, as well as a full transcription in print and digital form. There will be four residency periods that the applicants can choose from:

1. The first is May 15th through June 15th.
2. The second is July 1st through August 1st.
3. The third is August 15th through September 15th.
4. The fourth is October 1st through November 1st.

The Baraka site, donated by Onnig, is located on eleven acres of beautiful landscape in Stanfordville, NY all of which will be made available to participating artists. Baraka staff will be on site to help facilitate the fabrication and installation of the works.

To Apply for the Artistication residency click below: Artistication at Baraka Application

Interview with Kardash Onnig, whose Baraka complex will facilitate the Artistication residency, by artist Katherine Mann.

Katherine Mann: I’ve attended several residencies, and there is certainly a traditional framework that, I would say, the vast majority of residencies share. That would be the formula of space+time+solitude=residency. Does your residency provide an experience that would be different from others?

Kardash Onnig: Artistication began with a dialogue with Charly Hachadourian, he is the activator of this project. I will be the caretaker. I will feed the artists, house them, help them with material needs, and share with them the BARAKA of the land. The artists will receive solitude from the business of modern life, though unlike traditional residencies, they will have to agree to partake in dialogue with each other about each other’s work, work habits and intent.

Personally I believe we need to be liberated from “freedom of the individual” and for that to happen it begins with a dialogue between two. It is a priority for both parties to accepted change and growth through the experience and the conversation. This back and forth interests me. The artists cross borders, become “others”, becoming the earth, the work and the process.

This project began with dialogue between Charly and I, and then the Glasschord community, and now you are entering the process.

Charly’s idea to record and publish a book of the conversations between the two participants discussing their work, their intent, their responsibility to the community, their work ethics, their aesthetics, is powerful and I will do all that I can to facilitate this exchange right here on the land. It is also another step in fulfilling my studies towards Universality.

KM: How did you build this residency – how did it grow from a theoretical idea to an actual endeavor?

KO: In a way, this project started over thirty years ago. This “project” has two godfathers: my adopted father Sam Shaw’s gift of the land “BARAKA”, and my late father’s recent gift of an inheritance from a land sale in Lebanon.

KM: I assume that you live on or near the property in Stanfordville, and from looking at your work on your website you seem to be interested in really exploring your own persona (“being” as the quote in your Glasschord bio says) in the world, and in that community. Would you say your work is influenced by your environment, and how do you envision that same environment/community will affect the new-coming residents?

KO: I am in dialogue with this land: its trees, its spring, the birds, the wind, visiting friends – they all have helped me evolve my own being, to help me facilitate dialogue into a spiritual transference. My hope is that the residents will come to this land and use it for their own creative “transference”.

KM: You mentioned a “liberation” from the “freedom of the individual”, but why do we as artists need to be liberated from solo working? You talk about art making in a very fluid language – like you are interested in the studio process, but also in that process seeping into life. What is it about the location or experience that will allow artists to transform themselves or their art (the Voki that you mentioned, for example)?

KO: I do not object to solitary work. For me, the caretaker of Baraka, the intention of the work is to evolve the self to a three-dimensional consciousness so that when Be-ing with another being the transferences manifest the fourth dimension, or what I call Voki. To BE: one needs to have the mind beyond duality, the third dimension of the five senses, and the four elements of the torso. Liberation is when the individual realizes that the creative process begins with a priority that the work being done is for an “other”, as the original spark had come from an “other”. Liberation is accepting that one does not exist without the “other”. To find that other, “Dialogue” is necessary. In the Artistication project it started with Charly, who began the dialogue with me.

KM: What does Universality mean to you and what will that interest mean for the artists who come to the residency?

KO: One day a Muslim Afghan from the village of Balkh, whose father was a mullah, escapes to the west and settles in Konya. One day he meets a man from Tabriz named Shams, they spend some time together in dialogue, and after that, Rumi, the most published poet in America becomes a Sufi, a universalist.

Friday, May 11, 2012

GeoAIR ART PROJECT: undergo. the parallels - invite you to the underworld of Tbilisi, Georgia! (geoair)

Dear all,

From May 24th until June 3rd we heartily invite you to the underworld of Tbilisi, Georgia!

(geoair.blogspot.com) In exactly two weeks from now, on May 24, we celebrate the opening of our programme undergo. the parallels there: 41 artists from 12 countries share their artistic expressions with you in selected underground passages in Tbilisi. Walk the red carpet, have your fear chased away, throw stars and experience public spaces in new ways! You find the programme at undergotheparallels and in attached detailed program.

undergo. the parallels is being realised in the frame of our EU project SPACE, promoting artistic action in the public space and the recovery of urban public spaces for art, culture and residents. SPACES takes place in Armenia, Moldova,Georgia and Ukraine.eu

We hope to see you in Tbilisi!

Opening:

May 24th, 8 pm in Rose Revolution / Republic Square underground passage.

Venues: Underground passages at: Baratashvili Bridge; Kolmeurneoba Sq.; Kashveti Church / 1st public school; Opera and Ballet State Theatre; Rose Revolution /Republic Sq.; Kostava / Belinski Str.; Heroes Sq.; Vake Park; Kipshidze Str.
  
Participating artists: Agnieszka Pokrywka, Alex Axinte / Cristi Borcan as studioBASAR, Alicja Rogalska, Andrea Schneemeier, ART Laboratory, Frauke Schmidt / Paul Herzer / Max Kullmann, Giorgi Kvinikadze, Hans Rosenstrom, Helmut Kandl, Irina Kurtishvili / Andreas M. Kaufmann, Jonathan Karkut / Julie Scott / Torange Khonsari as Public Works, Katharina Stadler, Keto Logua, Konstantine Mindadze, Kote Sulaberidze, Ludwig Kittinger / Fernando Mesquita, Magdalena Kuchtova, Mamuka Samkharadze, Mariann Opplinger / Sophie Hoffer / Koka Vashakidze, Natalie Nebieridze, Nuka Megrelishvili, Oliver Ressler, Romana Schmalisch, Stefan Rusu, Tamar Gurgenidze, Tamuna Karumidze, Tilmann Meyer-Faje, Vasil Macharadze, Mariam Besiashvili / Inga Samkharadze / Tamar Caduneli / Ruska Abesadze, David Chikhladze, Koka Ramishvili, Niko Tsetskhladeze, Mamuka Tsetskhladze, Lia Shvelidze, Gia Rigvava, Oleg Timchenko, Mamuka Japharidze documented in Archive Material. 

Travel of Participants is supported by:
British Council Georgia
Romanian Cultural Institute
IFA – Institut für Auslandsbeziehungen
BMUKK – Austrian Federal Ministry for Education, Arts and Culture
Svenska kulturfonden (Swedish Cultural Foundation in Finland)


Nini Palavandishvili
პროექტის კურატორი / Project Curator
GeoAIR