Thursday, February 16, 2017

PHOTOGRAPHY. Natela Grigalashvili’s Georgia by Nathan Thornburgh (roadsandkingdoms.com)

(roadsandkingdoms.com) The Georgians, while famously expansive as hosts, also have ancient customs that no man wants to cross. A wiry, smiling Georgian explained this on the first day of my first visit ever to the country years ago: “For example,” he said, “if you said something bad about my sister, I would have to kill you. Or at least try. I don’t know if I could kill you, but I would definitely try.” 
 



And yet there is an unalloyed charm to these customs. Georgia, for all its faults and sorrows, has kept its culture alive, in part because of the vibrant and intact agrarian life that is the heart of Georgia. That’s why Europeans and Americans who visit Georgia often fall so deeply for the place: its rural traditions remind us of who we used to be.

Very few photographers out there tell the story of rural Georgia in as raw and intimate a way as Natela Grigalashvili. She is from the countryside herself, and after a pioneering start as the first female photojournalist in post-Soviet Georgia, she has turned her eye toward the villages. Her stunning new project is called Georgian ABC, and she is currently funding it on Kisskissbankbank, a European Kickstarter of sorts. Go pitch in your bit there. It’s a book that deserves to be published.

I was honored to have the chance to speak with Grigalashvili from Tbilisi on Skype recently. Here is our conversation, only lightly redacted: roadsandkingdoms.com/2013/grigalashvili



Georgian ABC book from Natela Grigalashvili on Vimeo.

more links:
Homepage: www.natelagrigalashvili.com
Facebook: www.facebook.com/Natela Grigalashvili
instagram.com/Natela Ggrigalashvili
www.freundevonfreunden.com/Natela Grigalashvili
ProjectArtBeat - Georgian photographer Natela Grigalashvili
The Doukhobors' Land (thequietamerican.org)
Natela Grigalashvili’s “Ethnic Minorities in Georgia” exhibited in Flensburg
The Aftermath Project.org: Refugees Georgian Villages
Georgian photographer captures life at troubled Iraq-Iran border











Wednesday, February 15, 2017

DOKUMENTATION: Aghet - Ein Völkermord an den Armeniern. Ein Film von Eric Friedler



Der Dokumentarfilm "Aghet" (armenisch: "die Katastrophe") von Eric Friedler erzählt von einem der dunkelsten Kapitel des 1. Weltkriegs: dem Genozid an den Armeniern, bei dem bis zu 1,5 Millionen Menschen im Osmanisch-Türkischen Reich starben.

AGHET – Ein Völkermord, der 90-minütige Dokumentarfilm (armenisch: “die Katastrophe”), erzählt von einem der dunkelsten Kapitel des Ersten Weltkriegs: dem Genozid an den Armeniern.

Zwischen 1915 und 1918 wurden bis zu 1,5 Millionen Menschen im Osmanischen Reich (heute Türkei) ermordet. Dieser Völkermord, der sich am 24. April 2012 zum 97. Mal gejährt hat, wurde von Raphael Lemkin, dem Schöpfer der 1948 von der UN verabschiedeten Anti-Genozid-Konvention, als der erste systematisch ausgeführte Völkermord des 20. Jahrhunderts bezeichnet. Er wird allerdings bis heute von den Verantwortlichen und ihren Nachkommen geleugnet und von der Welt weitgehend verdrängt. Wie konfliktgeladen das Thema des armenischen Völkermords noch immer in der Türkei ist – und für diejenigen, die es kritisch in die Öffentlichkeit tragen, oft sogar lebensgefährlich – zeigen die Ermordung des armenisch-türkischen Journalisten Hrant Dink am 19. Januar 2007 und die Anklagen gegen den Nobelpreisträger Orhan Pamuk.


Seit Jahren beschäftigt sich Autor und Regisseur Eric Friedler (“Das Schweigen der Quandts”, 2007) mit den politischen Motiven, die noch heute stark genug sind, um die historische Tatsache des Armenier-Genozids zu verschweigen und zu unterdrücken. Er sprach mit internationalen Regierungschefs und der intellektuellen Elite der Türkei, befragte Historiker, Zeitzeugen und Wissenschaftler in der Türkei, Deutschland, USA, Frankreich, Syrien und Armenien, aber auch Vertreter der weltweiten armenischen Diaspora wie den Boxer Arthur Abraham, den französischen Minister Patrick Devedjan oder den ehemaligen armenischen Außenminister Rafi Hovannisian.

mehr dazu: aghet1915.wordpress.com

weitere links:   
Aghet - Ein Völkermord - Diskussion 1 [phoenix.de] 
Aghet - Ein Völkermord - Diskussion 2 [phoenix.de]
Aghet - ein Völkermord [3sat] 
Fernsehfilm "Aghet – ein Völkermord": "Das ganze Land war ein Schlachthaus". Von Michael Thumann [zeit.de]
»Aghet war der erste Völkermord in der Geschichte des 20. Jahrhunderts« [http://sz-magazin.sueddeutsche.de]

GESCHICHTE: Theater Konstanz Podiumsdiskussion (2014): 1915 - Der Völkermord an den Armeniern


13.04.2014 | STADTTHEATER
»1915: DER VÖLKERMORD AN DEN ARMENIERN« - EINE GESCHICHTSLÜCKE

PODIUMSDISKUSSION IM RAHMENPROGRAMM ZU »DAS MÄRCHEN VOM LETZTEN GEDANKEN«

Das Erscheinen des Buches "1915: Ermeni Soykırımı" (1915: Der Völkermord an den Armeniern) 2012 löste einen Skandal in der Türkei aus. Der türkische Journalist Hasan Cemal benutzt nicht nur das Wort "Völkermord", sondern setzt sich auch mit seiner eigenen Familiengeschichte auseinander: Sein Großvater Cemal Pascha war Hauptverantwortlicher der gezielten Massentötungen und -deportationen von Armeniern im Osmanischen Reich. Wie schwierig und politisch hoch aktuell die Aufarbeitung des Völkermords ist, haben die Proteste und die Demonstration rund um die Premiere von Edgar Hilsenraths "Das Märchen vom letzten Gedanken" gezeigt. Aufgrund des großen Diskussionsbedarfs, lädt das Theater Konstanz am Sonntag, 13. April 2014, 18 Uhr, zu einer Filmdokumentation und anschließend, um 20 Uhr, zur Podiumsdiskussion ins Stadttheater ein.

Der 90-minütige Film von Eric Friedler aus dem Jahr 2010 beleuchtet die Hintergründe der schwierigen Aufarbeitung und zeichnet den Verlauf des Völkermords auf der Grundlage zahlreicher historischer Quellen nach. Anschließend diskutieren die Wissenschaftlerin Seyhan Bayraktar, der Rechtsanwalt Erdal Dogan, Patrak Estukyan (Redaktion der armenisch-türkischen Wochenzeitung Agos), Dr. Raffi Kantian (Deutsch-Armenische Gesellschaft) und Dr. Ali Söylemezoglu den aktuellen politischen Diskurs in der Türkei, Armenien und Deutschland und die Möglichkeiten einer Aufarbeitung. Moderieren wird Wolfgang Koydl, der ehemalige Türkei-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung. Sonntag, 13. April 2014 - Stadttheater

Eine nächste Podiumsdiskussion wird es - am Donnerstag, 16. Februar, Beginn 19 Uhr, Landratsamt Konstanz (Benediktinerplatz 1). Eintritt ist frei - geben! mehr dazu hier: Armenien-Ausstellung: Landratsamt Konstanz bleibt unter Druck [suedkurier.de]

TRAVEL: A journey through Georgia's Soviet past - with the photographers Helene Veilleux & Maurice Wolf (jako.fm) via @JAKOFM

(jako.fm) A journey through Georgia's Soviet past Photographer Maurice Wolf was born in the Netherlands, but spent much of his formative years away from home living in places like Berlin and the United States. Eventually he made his way to Georgia. It was there that he met Helene Veilleux, a French photographer and an aficionado of Soviet architecture. The two formed an instant professional bond. Together, the two founded Brutal Tours, one of the most niche tours in Georgia. Brutal Tours takes you on a journey through the ghosts of Georgia's Soviet past, in which you can witness the melancholic beauty of Josef Stalin's cable car roads, the former glory of a Soviet sanitarium, and even explore the first astronomical observatory built in the former USSR hidden away in the remote hills of Abastumani. Whichever tour you choose, you senses will not be disappointed.



Photographers Maurice Wolf and Helene Veilleux discuss Brutal Tours and their time living in Georgia. © JAKO FM
Website ➡ http://jako.fm
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Instagram ➡ https://www.instagram.com/radiojakofm/
Twitter ➡ https://twitter.com/JAKOFM

more links: 
loeildelaphotographie.com
twitter.com/ladentdeloeil 
lensculture.com/helene-demipoulpe-veilleux
facebook.com/demipoulpe
flickr.com/photos/shiborisan
boredpanda.com/author/hveilleux
dailymail.co.uk/Chernobyl nuclear disaster photographs Helene-Veilleux 
womeninphotography.info/hlne-veilleux-france  
+++  
facebook.com/mauricewolfphotography

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG: Entgrenzung Deutsche auf Heimatsuche zwischen Württemberg und Kaukasien in Berlin, 20. Februar 2017, 18 Uhr

Zur Eröffnung der Ausstellung anlässlich des 200-jährigen Jubiläums der Ankunft erster deutscher Siedler im Südkaukasus laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein. 
 
Montag, 20. Februar 2017, 18 Uhr
Humboldt-Universität zu Berlin
Senatssaal und Foyer
Unter den Linden 6
10099 Berlin 

1817/1818 erreichten deutsche Siedler überwiegend aus Württemberg Südkaukasien und gründeten dort bis 1819 acht Kolonien. Aus Anlass des 200-jährigen Jubiläums ihrer Ankunft wird die vom Auswärtigen Amt geförderte Ausstellung 2017 in Berlin eröffnet und anschließend bis 2018 an weiteren Orten in Deutschland, Aserbaidschan, Georgien und der Ukraine der Öffentlichkeit präsentiert.

Zentrale Themen der Ausstellung sind: Ursachen der Auswanderung aus Württemberg, Ankunft, zaristische Einwanderungspolitik und Aufbau von Siedlungsstrukturen im multikulturellen Umfeld Südkaukasiens, gesellschaftliches, religiöses und ökonomisches Leben in den Mutter- und zahlreichen Tochterkolonien, städtisches Leben und Unternehmertum in Tiflis und Baku, Veränderungen durch den Ersten Weltkrieg, Bürgerkrieg und Revolutionen, die Sowjetisierung und ihre Auswirkungen auf Gemeinschaft und Wirtschaft unter ländlichen und städtischen Deutschen, Verfolgung und Deportation nach Kasachstan und Sibirien und die Folgen bis in die Gegenwart. Heute sind noch zahlreiche materielle und immaterielle Denkmäler deutsch-kaukasischer Beziehungsgeschichte in Südkaukasien erhalten, die für die Zukunft bewahrt werden sollen. Eine gemeinsame Erinnerungskultur kann im Rahmen der Östlichen Partnerschaft einen Beitrag zu einer in mehrfacher Hinsicht „entgrenzten“ Verständigung zwischen den Menschen aus der Europäischen Union, besonders denen aus Deutschland, und den Bürgern Südkaukasiens leisten.

Es begrüßen
Prof. Dr. iur. Eva Inés Obergfell, Vize-Präsidentin für Studium und Lehre, Humboldt-Universität zu Berlin
S. E. Prof. Dr. Dr. h.c. Lado Chanturia, Botschafter von Georgien
S. E. Ramin Hasanov, Botschafter der Republik Aserbaidschan

Es sprechen
Heidrun Tempel, Beauftragte für Außenwissenschafts-, Bildungs- und Forschungspolitik und Auswärtige Kulturpolitik, Auswärtiges Amt Berlin
Prof. Dr. Eva-Maria Auch, Lehrstuhl Geschichte Aserbaidschans, Humboldt- Universität zu Berlin
Dr. Manfred Nawroth, Museum für Vor- und Frühgeschichte, Staatliche Museen zu Berlin
Dr. Harald Roth, Direktor des Deutschen Kulturforums östliches Europa

Im Anschluss laden wir zu einem kleinen Empfang.

Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten: Birgit Luschei, LuscheiB@geschichte.hu-berlin.de

Verkehrsverbindungen: U-Bahn U6, S-Bahn S1, S2, S25 (Friedrichstraße); Bus 200, 100, TXL (Staatsoper)
Laufzeit: 20. Februar bis 19. März 2017
Mo–Fr 7:30–20 Uhr, Sa 11–18 Uhr, So geschlossen

Die Ausstellung entstand in Kooperation des Kultur- und Wissenschaftsvereins EuroKaukAsia e. V. mit dem Museum für Vor- und Frühgeschichte, Staatliche Museen zu Berlin, und dem Deutschen Kulturforum östliches Europa. Sie wurde finanziert durch das Auswärtige Amt und unterstützt durch die Humboldt-Universität zu Berlin.

Kontakt
Dr. Rasim Mirzayev
Geschäftsführer des Kultur und Wissenschaftsvereins EuroKaukAsia e.V.

Humboldt-Universität zu Berlin
Philosophische Fakultät I
Institut für Geschichtswissenschaften
Friedrichstraße 191
10099 Berlin
Tel: (0049) 30 80925516
Mobil: (0049) 162-7912378
www.eurokaukasia.de
mirzaeurokaukasia@t-online.de

Monday, February 06, 2017

AUSSTELLUNG: Jenseits der Grenzen - Erkundungen bei den vergessenen Flüchtlingen des Süd Kaukasus. Fotografie von Jan Zychlinski (hausderdemokratie.de)

(hausderdemokratie.de) Vom 16. 02. 2017 bis 16. 03. 2017 | Robert-Havemann-Saal & Foyer in Berlin | Werktags von 10:00 - 17:00 & nach Vereinbarung

Ausstellungseröffnung am Donnerstag, 16.02. um 19:00 Robert-Havemann-Saal & Foyer 


Flucht und Vertreibung sind hochaktuelle Themen, und dies nicht erst seit Menschen auch in Deutschland und Europa verstärkt Zuflucht suchen. Menschen müssen vor Kriegen und bewaffneten Auseinandersetzungen fliehen – manchmal wird ihr Schicksal wahrgenommen, manchmal nicht.

Auch nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurden Menschen zu Flüchtlingen und suchten aufgrund aufflammender Konflikte nach neuen Lebensorten. 26 Jahre später sind viele von ihnen immer noch nicht angekommen. Vom September 2014 bis Februar 2015 reiste der Fotograf Jan Zychlinski auf den Spuren dieser Vertriebenen durch den Süd-Kaukasus; durch Armenien, Georgien, nach Berg-Karabach und Aserbaidschan. Viele der sogenannten IDPs (Internally Displaced People) leben auch heute noch am Rande der Gesellschaften, die sie aufnahmen. In Lagern, Sammelunterkünften, den sogenannten Collective Houses (Kasernen, Krankenhäusern u.ä.) oder neugebauten Siedlungen. Die bewegenden Schwarz-Weiß-Aufnahmen zeigen eine Realität, die in Westeuropa kaum bekannt ist. Diese Portraits aus einer scheinbar anderen Welt zeugen von Menschen, die nicht nur „vergessen“ wurden – ihr Schicksal war niemals in dem Maße präsent, wie sie es verdient hatten. Damit stehen sie exemplarisch für Millionen andere „vergessene“ Leben.

Veranstalter: Prof. Jan Zychlinski und Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte


more here in english >>> 

Forgotten Refugees of South-Caucasus

Between Sept. 2014 and Febr. 2015 I traveled around the South-Caucasus to work on a documentary about the faith and current living conditions of the "forgotten" refugees from the conflicts of the last 25 years. I did more than 150 interviews and thousand of photos from people from Armenia, Georgia, Azerbaijan and the region of Nagorny Karabakh.

I want to show that regardless of the respective government this people more or less lives in the same bad condition and don’t have any real future. They are like puppets or stones in the hands of the officials and even the international organisations don’t do anything more than provide some houses and from time to time some material support. But nobody talks with this people, nobody want to hear their stories, nobody cares about their very often isolated lives and their separated communities. Through the storytelling I came very close to them and sometimes they forgot that I have a camera with me, because they want to tell their own stories.

Mostly this people disappeared behind numbers and reports about new "floods" of refugees are threaten our societies. 

more links: 
jz-photography.ch
photonews.de
photography-in.berlin
500px.com/jzychlinski

Friday, February 03, 2017

LITERATUR: Wir, Die Apfelbäume. Von der georgischen Lyrikerin Bela Chekurishvili. Video: Nona Giunashvili

Aus dem Georgischen von Norbert Hummelt

Gesprochen von Theresa Dahmen

MUSIK: Lakhushdi - "das singende Dorf" im Hohen Kaukasus, Swanetien zwischen Tradition und Moderne. Von Ariane Huml [swr.de]

(swr.de/swr2) Das Dorf Lakhushdi in Swanetien im Hohen Kaukasus liegt auf fast 2000 Meter Höhe inmitten einer paradiesischen Bergwelt, umgeben von riesigen, grünen Wäldern und schneebedeckten vier 5000ern. Die georgisch-swanetische Gastfreundschaft ist legendär. Mit seinen kaum mehr als 100 Einwohnern öffnet es jedes Jahr wenigstens einmal seine Türen, seine Häuser und auch seine Herzen, um für zwei Wochen im Jahr, Ende August zum Erntedankfest, wenige, ausgewählte, musikinteressierte und sangesfreudige Fremde aus aller Welt aufzunehmen, um mit ihnen zu singen, zu tanzen, sie zu bewirten, und vor allem, um an sie ihre außergewöhnlichen musikalischen Traditionen und Lieder weiterzugeben, die bis zurück zu den vorchristlichen Gesängen der alten Sumerer reichen. Das Feature erzählt von dieser außergewöhnlichen musikalischen Reise anhand von Tonaufnahmen und Interviews aus einer fast vergessenen Welt, die jetzt nach und nach - nicht nur musikalisch - wiederentdeckt wird.

Podcast >>>




Musikliste:

trad.:„Alilo auf dem Berg“
Dorfbewohner aus Lakhushdi

trad.:Traditionelle Musik aus Swanetien
Eka, Ana und Madona Chamgeliani, Gesang und Tschuniri (Spießgeige)

trad.: Eröffnung des Gastmahls mit Begrüßung
Arularo (Gesang)
Nana Mzhavanadze, Gesang und Begrüßung

trad.: „Ts’minda“
Nana Mzhavanadze, Gesang
Eka, Ana und Madona Chamgeliani, Gesang und Tschuniri (Spießgeige)

trad.: Traditionelles Lied
Marika, Gesang
Eka, Ana und Madona Chamgeliani, Gesang und Tschuniri (Spießgeige)

trad.: Traditioneller Gesang zur Tschuniri
Eka, Ana und Madona Chamgeliani, Gesang und Tschuniri (Spießgeige)

trad.: Traditioneller Festmahlgesang aus Swanetien
Marika und Dorfbewohner aus Lakhushdi

trad.: Traditioneller Gesang aus Swanetien
Nick (Gitarre) und Dorfbewohner aus Lakhushdi

trad.: „Wiegenlied“
Nana Mzhavanadze, Gesang

trad.: "Tamardedpal" Lied der Königin Swanetiens Tamar
Murat, Giwi und Gigo, Gesang

trad.: Lied der Tamar
Woriowdela“ - fröhliches Lied
Familie Chamgeliani mit Dorfbewohnern und Gäste

trad.: Melancholisches Lied
Nicoletta (blinde Nonne, USA) Gesang
Familie Chamgeliani mit Dorfbewohnern und Gäste

trad.: Tom's Lied (altes schottisches Lied über den Schmerz des Abschieds)
Tom, Gesang
Familie Chamgeliani mit Dorfbewohnern und Gäste

trad.: Das Lied der Brüder Vitsbil & Matsbil (swanetische Freiheitskämpfer)
Eka, Ana und Madona Chamgeliani, Gesang und Tschuniri (Spießgeige)

trad.: „SovIru“, Schwedisches Schlaflied
Vilja-Louise (Stockholm), Gesang

trad.: „ChristeAghsdgha“ Erntedankgottesdienst aus der Kirche
Familie Chamgeliani mit Dorfbewohnern und Gäste

Thursday, December 22, 2016

#GEORGIANWINE: Weinabend - "Weinreise Georgien". 28.01.2016 in Berlin mit Batin Mumcu





Meine letzte Weinreise führte mich in die Wiege der Weinkultur, in den Kaukasus nach Georgien. Ich will Sie zu einem besonderen Weinabend einladen, bei dem wir 7 authentische und autochthone Natur-Weine aus Georgien verkosten werden, die das Land und die vielfallt der Weinkultur wiederspiegelt.

Mit originalen Speisen und Snacks der traditionellen Georgischen-Küche, werde ich versuchen Sie zu verwöhnen und für das Land zu begeistern.

Der Weinabend „Weinreise Georgien“ wird ein Mix aus Spaß, Wissen und spannender Verkostungs-Sensorik. und ein Rückblick auf die Stationen meiner Weinreise, die ich mit Bildern und Berichten, dokumentieren und moderieren werde.

Mein Name ist Batin Mumcu, ich bin IHK geprüfter Wein-Sommelier und der Berliner Weinpilot. Ich freue mich auf Ihren Besuch.

Anmeldung:
Email: batin.mumcu@berlinerweinpilot.de
Betreff: Weinabend "Weinreise Georgien" 

Preis:
39,- Euro pro Person
Für: Wein, Speisen und Moderation 

Gastgeber:
Batin Mumcu
www.berlinerweinpiot.de
Veranstaltung auf: facebook.com

Ort:
Edel & Faul
Krüger & Stumpf GbR
Veteranenstr. 16, 10119 Berlin

Saturday, December 17, 2016

TBILISI FASHION WEEK: Tango Performance of Georgian Artist photographer and designer Irma Sharikadze


Tbilisi Fashion Week Fall/Winter 2016-17

Tango Performance of Georgian Artist photographer and designer Irma Sharikadze's new line Irma de Flore with capsule collection "Tango de Rosas", which is dedicated to Argentinian Tango.

links:
giftfestival.ge
mbfashionweektbilisi.com/irma-sharikadze
irmasharikadze.tumblr.com
facebook.com/irmasharikadze
facebook.com/irmastudio
instagram.com/irmadeflore 

#GEORGIANWINE: Georgia: The Land Where Wine Was Born. Documentary by Isabelle Legeron


Wine lovers have a lot to thank Georgia for.This is where wine production first began, over 7000 years ago.Archaeological remains suggest that as early as 4000 BC grape juice was being placed in underground clay jars, or Kvevri, to ferment during the winter.

Georgia is a land famed for its natural bounty. These days there are over 500 species of grape in Georgia, a greater diversity than anywhere else in the world, with around 40 of these grape varieties being used in commercial wine production.

The vine is central to Georgian culture and tightly bound to their religious heritage. It is common for families throughout Georgia to grow their own grapes and produce wine. Feasting and hospitality are central pillars of Georgian culture, and traditional banquets are presided over by a toastmaster, or Tamada, who proposes numerous toasts throughout the meal, and ensures the wine flows liberally.

more:  
www.isabellelegeron.com

Thursday, December 15, 2016

#CLASSIC CONCERT: GALA CONCERT at the Berlin Philharmonic Hall - January 7th, 2017 - celebrating the Orthodox Christmas (berliner-philharmoniker.de)


(berliner-philharmoniker.de
January 7th, 2017 - celebrating the Orthodox Christmas

Vakhtang Kakhidze - CHRISTMAS TRILOGY
Ludwig van Beethoven - Piano Concerto No.3 C-minor op.37

25th anniversary of German-Georgian diplomatic relations re-establishment

Tbilisi Symphony Orchestra, Conductor Vakhtang Kakhidze, Dudana Mazmanishvili (piano), RUSTAVI Ensemble and Mdzlevari Boy's Choir

Tickets unter myticket.de, unter der Tickethotline 0180 6777 111 (0,20 €/Anruf aus dem dt. Festnetz/ max. 0,60 €/Anruf aus dem dt. Mobilfunknetz) sowie den bekannten VVK-Stellen.

2017 ist Deutsch-Georgisches Freundschaftsjahr – und das muss gefeiert werden! In einem großen Gala-Konzert im Großen Saal der Berliner Philharmonie am Tag des orthodoxen Weihnachtsfestes werden unter dem Titel „Georgia on my mind“ 25 Jahre deutsch-georgische diplomatische Beziehungen feierlich begangen. Die Tickets für das Gala-Konzert unter der künstlerischen Leitung von Chefdirigent Vakhtang Kakhidze gibt es ab sofort hier online!

Zum Auftakt der Gala spielt das Tbilisi Symphony Orchestra mit dem Rustavi Ensemble die Volksweise „Still ruht der See“ des deutschen Komponisten Heinrich Pfeil. Es folht Beethovens Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll, op. 37, interpretiert von der georgischen Pianistin Dudana Mazmanishvili. Der zweite Teil des Gala-Konzertes steht völlig im Zeichen der Christmas Trilogy für Männer- und Knabenchor & Symphonieorchester von Vakhtang Kakhidze. Es singen der Rustavi Männerchor und der Mdzlevari Knabenchor.

Wednesday, December 14, 2016

#DOKUMENTATION: Jungbrunnen der Welt. Abchasien 2/5. Von Yousif Al-Chalabi [arte.tv]


Die ewige Jugend ist seit jeher ein Menschheitstraum. In einigen wenigen Regionen dieser Erde scheinen die Menschen das Rezept dafür tatsächlich zu besitzen. Dort tummeln sich viele Hundertjährige. Was ist ihr Geheimnis? In der Kaukasus-Region Abchasien bestimmt die Tradition eines archaisch anmutenden Familienzusammenhalts und ein respektvoller Umgang mit den Alten das Leben.

Abchasien liegt an der Ostküste des Schwarzen Meeres. Die Region, die sich im Jahr 2008 für unabhängig erklärt hat, gilt völkerrechtlich als Teil Georgiens und wird nur von wenigen Ländern als eigener Staat anerkannt. Das kleine Land ist geprägt von hohen Bergen und einer üppigen Vegetation. Die "Perle des Kaukasus" wird von einem milden Klima bestimmt, das die Menschen dort älter werden lässt als an anderen Orten in der ehemaligen Sowjetunion, zu der auch Abchasien einst gehörte.

Die Spuren früher Besiedlung der Region reichen 3.000 Jahre zurück. Seither hat die Küste des Schwarzen Meeres zahlreiche Völker angezogen und viele kriegerische Auseinandersetzungen erlebt. Diese Kriege gegen äußere Feinde haben den Frieden innerhalb der Familien und ein Leben in festen Regeln notwendig gemacht. So haben sich Traditionen entwickelt, die bis heute erhalten geblieben sind. Das gilt besonders für das Landesinnere Abchasiens. Dort unterstreicht eine 102-jährige Frau, dass sich das Leben heute kaum von dem von vor hundert Jahren unterscheidet.

Damals wie heute schließt das innerfamiliäre Miteinander die alten Menschen ein. Sie genießen in Abchasien den Respekt der Familie und der ganzen Gesellschaft. Im Gegensatz zu westlichen Industriestaaten stehen die Alten im Zentrum und nicht am Rande. So sind im Alltag die Generationen in einem ständigen Austausch und Kontakt. Die Jungen lernen von den Alten, respektieren deren Erfahrung. Die Alten wiederum kümmern sich mit um die Kinder. Sie bleiben so Teil der gesellschaftlichen Entwicklung und haben das Gefühl, gebraucht zu werden und eine erfüllende Aufgabe zu leben.

Regie: Yousif Al-Chalabi

Saturday, December 10, 2016

#GEORGIANWINE: Die Reise zur Seele des Weines. Von Thomas Brandl (prowein.de)

(prowein.de) „Back to the roots“: Amphorenweine stellen eine ganz eigene Kategorie dar – und zählen neuerdings zum Unesco-Weltkulturerbe


Eine größere Koryphäe für den Weinausbau in traditionellen Amphoren, in Georgien Qvevri genannt, wird man nirgendwo finden auf der Welt: Giorgi Dakishvili ist studierter Önologe mit Doktortitel in seinem Lieblingsthema. „Der Wein aus der Amphore hat einfach mehr Seele“, sagt der kleine Mann, den seine Freunde nur Gogi nennen, „aber ihn zu machen ist eine große Herausforderung.“ Wird sie gemeistert, entstehen unvergessliche Kreszenzen, die eine ganz eigene Kategorie Wein darstellen: Tannin geprägte Tropfen ohne Reinzuchthefen und Enzyme, Filtration und Schwefel, mit dichter Polyphenolstruktur, orangener Farbe und Aromen von Gewürzen, feinen Kräutern, Trockenfrüchten und Mandeln. Sind Traubenmaterial und Kellerhygiene nicht erstklassig, kann das Ergebnis allerdings sehr schnell im Essigstich enden...

Was vor etwa 8.000 Jahren im Südkaukasus und im heutigen Ostanatolien seinen Ausgang nahm, feiert heute in Europa fröhliche Urständ. Immer mehr wagemutige Winzer zieht es „back to the roots“; manche experimentieren mit ein, zwei georgischen Qvevris oder spanischen Tinajas, andere haben gleich komplett umgestellt. Kein Zweifel: der Weinausbau in der Amphore stellt noch immer eine kleine Nische dar, aber das Interesse wächst.

Namen wie Josko Gravner (Friaul), Elisabetta Foradori (Trentino), Marino Markezic (Istrien), Giusto Occhipinti (Sizilien), Jean Claude Lapalu (Beaujolais), Yves Canarelli (Korsika), Amédée Mathier (Wallis), Kabaj (Slowenien), José de Sousa (Alentejo), Bernhard Ott (Wagram / Niederösterreich) oder Peter Jakob Kühn (Rheingau) stehen für diesen Trend. Wobei die meisten von ihnen biologisch beziehungsweise biologisch-dynamisch arbeiten. Selbst über den Großen Teich ist die Welle bereits hinüber geschwappt. Im kalifornischen Dry Creek Valley produziert Rick Hutchinson in seiner „Amphora Winery“ schon seit 2006 sehr ungewöhnliche Tropfen aus Zinfandel und anderen Sorten.

Mit Sicherheit wird unter Weinfreaks, Sommeliers und an ganz besonders authentischen Tropfen interessierten Erzeugern derzeit mehr über Amphorenweine diskutiert, als dies ihrer wirtschaftlichen Bedeutung entspricht. Aber mehr und mehr ambitionierte Produzenten betrachten die Reise „back to the roots“, hin zur Seele des Weines, nicht bloß als interessante Spielerei. Es gibt Starwinzer wie Josko Gravner, der als Qvevri-Pionier schon zu Beginn des Jahrtausends seine ersten Erfahrungen gesammelt hat, heute nichts anderes mehr macht – und damit regelmäßig in der italienischen Weinbibel Gambero Rosso die begehrten „Tre bicchieri“ abräumt.

„Die Amphoren wirken auf den Wein wie ein Verstärker in der Musik“, sagt der Qualitätsfanatiker aus dem Friaul, „die guten Töne werden noch besser, schlechte hingegen schlechter“. Gravners Fazit der modernen Oenologie: Sie habe ihm geholfen zu verstehen, warum die Alten recht hatten – ansonsten sei sie für ihn heute nicht mehr von Belang. Nicht nur Josko Gravner durfte sich deshalb bestätigt fühlen, als der traditionelle Weinausbau im georgischen Qvevri als weltweit älteste Produktionsmethode am 4. Dezember 2013 von der Unesco als immaterielles Kulturgut anerkannt wurde.

Seit Jahrtausenden keltern die Georgier ihren „Ghvino“ nach alter Väter Sitte: Die in die Erde eingegrabenen, meist zwischen 1.000 und 1.500 Liter fassenden dünnwandigen Amphoren aus gebranntem Ton werden zu etwa drei Vierteln mit Maische und Most gefüllt – oft mit Stielen und Kämmen und ohne Unterschied zwischen Weiß- und Rotwein. Die Vergärung beginnt spontan, drei bis viermal täglich wird der Tresterhut untergerührt. Ist die Fermentation beendet, wird die Öffnung mit Holz oder einem Schieferstein bedeckt. Zwischen Qvevri-Rand und Deckel legt man die Blätter verschiedener Bäume und versiegelt die Öffnung mit feuchtem Ton, in den ein Rohr für das entweichende Kohlendioxid gesteckt wird.

Meist bis März ruht der Most so sich selbst überlassen und klärt sich auf natürliche Weise. Nach dem ersten Abstich kommt der Wein in der Regel für einige weitere Monate in eine andere Amphore; vor der nächsten Lese wird er dann zur Lagerung auf mehrere kleine Qvevri aufgeteilt und versiegelt, manchmal für viele Jahre – bis zur Hochzeit des Sohnes oder einem anderen wichtigen Anlass.

Nicht ganz einfach ist die Reinigung der innen meist mit einer dünnen Schicht Bienenwachs bestrichenen Amphoren: erlaubt sind nur warmes Wasser und eine Bürste mit antiseptisch wirkenden Kräutern zum Schrubben der Innenwände. Aber zuerst muss man in das enge Gefäß hineinkommen…

Vom Südkaukasus und Anatolien verbreiteten sich Amphoren im Stil der Qvevri in der Antike über den gesamten Mittelmeerraum. „Pithos“ nannten sie die alten Griechen, „Dolium“ die Römer, in Spanien sind sie bis heute als Tinajas bekannt – meist nur maximal 400 Liter fassend, etwas dickwandiger und nicht zwingend in der Erde eingegraben. Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein war das Qvevri die einzige Ausbaumethode im Kaukasus, und für die georgischen Bauern ist ihr „Marani“, der Weinkeller, gleichzeitig heiliger Ort und Herzstück des Hauses.

Etwa 100.000 Familien, schätzt John Wurdeman, ein amerikanischer Maler, der vor mehr als zehn Jahren im Osten Georgiens, in Kachetien, hängen blieb und heute als Inhaber des Weingutes „Pheasant’s Tears“ hervorragende Tropfen produziert, machen nach wie vor ihren Hauswein in der Amphore. Die Anzahl professioneller Produzenten beziffert er auf etwa 20. Das Geheimnis guten Qvevri-Weines? - „Möglichst wenig Eingriffe im Weinberg und Keller, gesunde, nicht überreife Trauben. Den Rest macht die Natur.“

Etwa zwei Drittel der Qvevri-Produktion entfällt auf Weißweine aus autochthonen Rebsorten wie Rkatsiteli, Mtsvane oder Kisi. Die Tannin betonten Tropfen mit ihren ungewöhnlichen Aromen stellen für ungeübte Nasen und Gaumen eine echte Herausforderung dar. „Entweder man mag den oxidativen Stil. Oder man hasst ihn. Ein Dazwischen scheint es nicht zu geben“, konstatiert der deutsche Weinkritiker Manfred Klimek. Dr. Dakishvili, der als eine Art Großmeister der Qvevri-Kultur gilt und gemeinsam mit dem deutschen Unternehmer Burkhard Schuchmann einige der besten Weine aus Kachetien produziert, liebt seine in kein Raster passenden Kreszenzen nach traditioneller Art: „Vor allem die Weißen sind wirklich intensiv, wesentlich komplexer als normale Weine, reicher im Geschmack, mit guter Struktur, zehn bis 15mal mehr Polyphenolen – und einem Alterungspotenzial von 40 bis 50 Jahren, trotz keiner oder nur minimalster Schwefelbeigabe.“

Kein Wunder, dass immer mehr europäische Winzer sich auf die Reise zur Seele des Weines aufgemacht haben. So wie die beiden Freunde Giambattista Cilia und Giusto Occhipinti, die im September 2000 mit den ersten Amphoren aus Spanien begannen und heute in ihrer neuen Kellerei in Vittoria (Sizilien) 150 Stück ihr eigen nennen. So wie die Biodynamikerin Elisabetta Foradori im Trentino , die in 70 Amphoren lokale Sorten wie Teroldego oder Nosiola ausbaut und die Weine „einfach sauberer und klarer im Aroma findet“. Oder so wie der Elsässer Stéphane Bannwarth, der selbst vor Gewürztraminer aus der Amphore nicht zurück schreckt.

In Österreich gelten Bernhard Ott mit seinem Qvevri-Veltliner sowie die Steirer Sepp Muster und Ewald und Andreas Tscheppe als Vorreiter der neuen Welle, in der Schweiz Amédée Mathier aus Salgesch im Wallis. Der sagt, zu den Qvevri sei er „ein bisschen wie die Jungfrau zum Kinde“ gekommen durch eine Georgien-Reise 2008. Der Weg zum Erfolg war für ihn dann doch eher ein Hindernisparcours: die erste Auflage seines Rotweines aus Cornalin fand am Ende als Essig und Basismaterial für Schnaps Verwendung, insgesamt vier Amphoren gingen kaputt. Inzwischen sind sie ersetzt und neun weitere hinzugekommen.

Auf Anhieb gelang hingegen der Weißwein aus Rèze und Ermitage, den selbst die beiden „Zeit“-Journalisten Fabian und Cornelius Lange bei einem Besuch als „echten Volltreffer“ bezeichnen. Vielleicht gerade weil sie absolut ungewöhnlich und weit abseits des Mainstreams daher kommen, liebt Amédée Mathier seine Qvevri-Kreszenzen sehr. Ihre Stilistik sei „so etwas von nicht mehrheitsfähig, ungefiltert, reine Oxidationsnoten, orange in der Farbe – schlichtweg eine Faszination in der heutigen Coca-Cola-Welt“! Allerdings brauche es viel Einsatz, diese Weine an den Mann oder die Frau zu bringen.

Auch in Deutschland sind es vornehmlich Bio-Winzer, die sich an die Herausforderung Amphorenwein wagen. Der Rheingauer Vorzeigebetrieb Peter Jakob Kühn ließ im Jahr 2005 zwei spanische Tinajas nach Oestrich-Winkel bringen, um in ihnen einen kleinen Teil der Rieslingtrauben aus dem Weinberg im Lenchen auszubauen, weil ihn „die Faszination des Unberührten, des Ursprünglichen“, reizte. Auch der zweite Versuch 2009 gelang, obwohl der Wein nach alkoholischer und malolaktischer Gärung eine lange Reifezeit brauchte. Das unfiltrierte Endprodukt besitzt für seinen Macher eine „faszinierende Strahlkraft und Dichte – auch wenn der so erzeugte Riesling nicht die gewohnte Dominanz hat“.

Ebenso wie Biowinzer Manfred Rothe aus Nordheim, der im Oktober 2013 seine beiden ersten Qvevris mit Silvaner- und Rotweinmaische befüllt hat, setzt man bei der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim auf den Einsatz der bauchigen Amphoren aus dem Kaukasus. Im Rahmen eines Schülerprojektes haben Johannes Burkert und Dr. Michael Zänglein vom Sachgebiet Oenologie und Kellertechnik 2011 erstmals ein 900-Liter-Tongefäß in den Boden eingegraben und eine Art Marani darum herum errichtet. Im Rahmen eines Workshops zum Thema „Orange Wines“ gab’s kurz vor Weihnachten 2013 die ersten Produkte aus den beiden Jahrgängen 2011 und 2012 zu verkosten – im Vergleich mit anderen LWG-Versuchsweinen zum Beispiel aus der Tinaja und Amphoren-Kreszenzen von Bernhard Ott, Amédée Mathier und dem renommierten Weingut Bassermann-Jordan aus der Pfalz, das sich 2011 erstmals an eine Cuvee aus Grauburgunder und Gewürztraminer gewagt hat. Das Fazit von Dr. Zänglein: „Der Geschmack dieser Weine polarisiert natürlich, aber das ist durchaus gewollt. Es gibt immer mehr Genießer, die weg wollen vom uniformen, konfektionierten Wein.“

Fast wie eine Ironie des Schicksals mutet es da an, dass es trotz wachsender Nachfrage nach Qvevris in Georgien kaum noch jemanden gibt, der das uralte Handwerk beherrscht. Gerade einmal fünf alte Männer – zwei davon im Dorf Vardisubani in Kachetien und drei in Shrosha in Imeretien im Westen – verstehen sich auf den Herstellungsprozess. Nachfolger haben sie keine. Deshalb versuchen derzeit einige Weinhersteller gemeinsam mit der Gesellschaft für den Erhalt traditioneller Handwerkskunst „Xeloba Kartuli“ (www.kvevri.org) Geld zu sammeln für den Aufbau einer neuen Schule für Qvevri-Herstellung. Gelingt dies nicht, wird die Reise „back to the roots“ früh enden. Nachdem sie gerade erst angefangen hat.

#GEORGIANWINE: Bei den Qvevri-Machern in Georgien. Wo die Dino-Eier herkommen. Von Heinz Peter (br.de/bayern2)

(br.de/bayern2) Die Amphore erlebt einen Hype: Winzer in aller Welt machen Wein in riesigen Tonkrügen oder Qvevris. Dabei beherrschen nur wenige Töpfer aus Georgien die Uralt-Technik des Qvevri-Brennens. Eine Reise zu den Ursprüngen des Weins. 

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Wir sind in Kachetien, der östlichsten Region Georgiens, nahe der Grenze zu Aserbeidschan. Kachetien ist das Zentrum und die Heimat des traditionellen georgischen Weins. Nicht einmal die Experten können präzise sagen, wann und wo der Mensch angefangen hat, aus Trauben Wein zu machen. Einigen können sie sich höchstens darauf, dass es schon einige Jahrtausende her ist. Und dass die „Wiege des Weinbaus“ irgendwo hier in dieser Weltgegend liegt: im Bereich des südlichen Kaukasus, des nordwestlichen Irans und Ost-Anatoliens.

Natürlich gibt es aus dieser Zeit keinerlei schriftliche Zeugnisse – deswegen ist man auf archäologische Funde angewiesen. Giorgi Dakishvili ist ein renommierter Kellermeister, Winzer und einer der besten Kenner der Geschichte des georgischen Weinbaus. Er erzählt, dass Archäologen überall in Georgien Geräte für die Weinherstellung gefunden haben, die auf das fünfte Jahrtausend vor Christus zurückgehen: „Amphoren, Tongefäße, Stöcke zum Runterdrücken der Beerenschalen, zum Säubern und Weinpressen aus Holz oder Stein. All das beweist, dass Georgien eines der ältesten Weinbauländer ist.“

Georgien ist eines der ältesten Weinbauländer
5.000 Jahre vor Christus! Das wäre lange vor den alten Römern und Griechen. Allerdings reklamiert Giorgi für seine Heimat nicht die Urheberschaft auf den Weinbau. „Eines der ältesten Weinbauländer“ – das klingt schon vorsichtiger als manche Lokalpatrioten, die einfach behaupten: „Georgien, das älteste Weinland der Welt!“ Aber wahrscheinlich ist das ja auch gar nicht so wichtig. Was wirklich zählt, ist, dass die Georgier bis heute uralte Methoden der Weinherstellung lebendig halten. „In meiner Straße hat jeder seinen eigenen Weinkeller und jede Familie erzeugt ein paar Hundert Liter für den Hausgebrauch“, erzählt Winzer Giorgi Dakishvili. „Und jede Familie produziert auf andere Art: unterschiedliche Dauer des Schalenkontakts, wann und wie abgepresst wird, wann der erste Abstich gemacht wird.“ Nur eines hätten alle Weine gemein: den Ausbau in der Qvevri.

Jede Familie macht ihren eigenen Qvevri-Wein
Die größten Qvevris sind über zwei Meter hoch. Sie werden bis zum Hals in den Boden eingegraben, sonst würden sie unter dem Gewicht des Weins platzen. In ihnen reift zunächst der Traubenmost und später der Wein, indem die Beerenschalen lange mit dem Saft in Kontakt bleiben. Für Rotwein ist das internationaler Standard, aber für Weißwein ist die georgische Methode mit monatelangem Schalenkontakt sehr speziell. Und das alles ohne jeglichen Zusatz: keine Zuchthefen, keine Enzyme, keine Filtration, keine oder nur minimale Schwefelung.

Qvevri-Wein oder Orange Wine heißen seit ein paar Jahren die Schlagwörter eines Trends, der Winzer und Weinfreunde auf der ganzen Welt umtreibt und auch polarisiert. Kein Wunder, dass eine solche Jahrtausende alte Weinherstellung gerade sehr im Trend liegt bei Winzern in Westeuropa aber auch in Kalifornien, die besonders naturnah Wein herstellen wollen – ohne das ganze Arsenal hochmoderner Kellertechnologie. Im Prinzip geht das auch ohne Tonamphoren, aber manche Winzer im Westen sagen sich: „Wenn schon, denn schon“ – und lassen sich Tongefäße aus Georgien in ihre Kellerei liefern, um Qvevri-Wein herzustellen. Denn nur am Südhang des Kaukasus gibt es noch einige wenige Töpfer, die das kniffelige Handwerk der Amphoren-Herstellung beherrschen.

Qvevri-Töpfer in sechster Generation
Wir besuchen die Töpferei der Familie Kiblashvili. Hier stellt Zaza mittlerweile in sechster Generation Qvevris her, alles in reiner Handarbeit – und abhängig vom Wetter. Wenn es warm und sonnig ist, kommen die Töpfer gut voran. Dann können sie jeden zweiten Tag einen Streifen von zehn Zentimeter Ton aufsetzen und so die Amphore langsam wachsen lassen. Wenn es kalt und regnerisch ist, wird nur alle vier bis fünf Tage weitergetöpfert. 

Ungefähr ein halbes Dutzend halbfertige Qvevris steht in einer kleinen Halle mit offenen Seitenwänden. Sie sind noch ungebrannt, aber schon mannshoch, mehr als einen Meter in der bauchigen Mitte. Jede Qvevri fasst 2.000 Liter. Die Wandstärke ist im Verhältnis zur Riesengröße der Krüge filigran, fast fingerdünn, der rohe Ton von dunkelbrauner Farbe fühlt sich noch weich an. Es dauere drei Wochen bis eine Qvevri getrocknet sei, erzklärt Zaza Kiblashvili. „Dann ist das nicht mehr gefährlich sie zu transportieren, weil sie stabil genug ist und ist nicht mehr so weich wie im Moment.“

Die Dino-Eier bleiben wochenlang im Brennofen
Nur ein paar Schritte sind es von hier bis zu einem Backsteinschuppen, der als Brennofen dient. Eine Seite ist komplett offen. Nach dem Trocknen werden die Qvevris alle hier reingebracht, dann wird auch diese Seite mit Steinen zugeschichtet.  „In unserem Ofen können wir acht Tonkrüge gleichzeitig brennen“, erzählt Zaza. Eine Woche lang werden die Qvevris Tag und Nacht 1.200 Grad ausgesetzt - dann beginnt die mehrwöchige Abkühlphase. Auf einer großen Wiese neben dem Brennofen liegen hier gut zwei Dutzend fertig gebrannter Qvevris, wie scheinbar planlos abgelegte, gigantische, rostbraune Dinosaurier-Eier. Spitz zulaufend auf der einen Seite und mit einer kreisrunden Öffnung auf der anderen, durch die ein ausgewachsener Mensch problemlos ins Innere kriechen könnte. Und dennoch wirken die Rieseneier mit ihrer dünnen Schale fast grazil: Ich klopfe behutsam... und höre einen reinen, glockenartig nachschwingenden Ton.

Georgien hat mehr zu bieten als Qvevri-Wein
Nur fünf Qvevri-Manufakturen gibt es noch in Georgien– und die haben schon Probleme, allein die Nachfrage nach Amphoren aus dem Ausland zu befriedigen. Aber seltsamerweise sind die Qvevris im eigenen Land gar nicht so gefragt: Die großen georgischen Kellereien setzen eher auf die Zukunft als auf die Vergangenheit: moderne Kellereiwirtschaft mit Weinen aus dem Edelstahltank oder auch in kleinen Eichenfässern gereift. Fruchtgeprägte Weine, wie sie sich international gut verkaufen. Château Mukhrani, eine der renommiertesten Privatkellereien Georgiens, hat sich mit Patrick Honnef zum Beispiel einen deutschen Chefönologen geholt, der in Bordeaux zu einem Meister seines Fachs geworden ist. Die Zukunft des georgischen Weins sieht Patrick Honnef eher nicht im Qvevri-Wein: „Ich finde es nicht richtig, den georgischen Wein absolut auf Qvevri-Wein zu reduzieren, weil man damit die Vielfältigkeit der Stile in Georgien unterschätzt“. Außerdem sei die Menge an Qvevri-Wein allein durch die Technik sehr stark beschränkt, „das macht vielleicht zwei Prozent der georgischen Weinproduktion aus.“

Schon nach ein paar Weinproben wird auch mir klar, dass georgischer Wein viel mehr ist als urtümlicher Rebensaft aus der Qvevri: Mit seinen über 500 eigenständigen Rebsorten besitzt Georgien ein großartiges Reservoir an Aromen. Trotzdem: Die Qvevris faszinieren. Dass ich einen kleinen Einblick bekommen habe in dieses Jahrtausende alte Handwerk und die archaische Methode der Weinherstellung - das allein hat die Reise nach Georgien schon gelohnt. Beileibe nicht jeder Qvevri-Wein hat mir geschmeckt – aber die besten Exemplare fand ich einfach nur hinreißend.

#GEORGIANWINE: 360° Geo Reportage - Georgien, die Wiege des Weins Doku (2009)


Wer sich in Georgien begrüßt, fragt nicht: „Wie geht es Dir?“, sondern „Wie geht es Deinem Weinstock?“ Wein ist hier heilig. Experten gehen sogar davon aus, dass Georgien eines der Ursprungsländer für den Weinanbau ist. Seit Jahrtausenden werden die Reben unter idealen klimatischen und geologischen Bedingungen gezüchtet. Zu Sowjetzeiten belieferte das Land die gesamte UdSSR mit dem traditionell süßen Wein. Etwa 85 Prozent der Produktion wurden exportiert. Nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Systems war Russland noch immer der größte Abnehmer. Als Moskau jedoch aufgrund der starken Konflikte zwischen beiden Ländern ein Embargo verhängt, leidet Georgien unter einem Absatzproblem. Denn der Wein wird weiter angebaut und gelesen.

Um auf dem Weltmarkt bestehen zu können und neue Kunden zu gewinnen, suchen die georgischen Winzer nach Strategien, um ihre Ware international zu vermarkten. Einer von ihnen ist Dato Maisuradse. Zusammen mit anderen Winzern versucht er, den georgischen Wein unter einer Qualitätsmarke zu etablieren. Kein leichtes Unterfangen, denn bisher unterlag die Produktion eher dem Prinzip Masse statt Klasse. Hinzu kommt, dass nach den Jahren der kommunistischen Planwirtschaft jeder Weinbauer allein auf seiner Parzelle wirtschaftete.

Kooperativen assoziieren diese Menschen immer noch mit gefürchteter Bevormundung und staatlicher Kontrolle. Dennoch will Dato Maisuradse die Bauern für sich gewinnen und ihre Kräfte gewinnbringend bündeln. Ihre Anstrengungen tragen nun erste Früchte: Wird die Zukunft des georgischen Weins etwa in China liegen?

#GEORGIANWINE: 212. Folge Wein am Limit - Was ist eine Quevri? (hendrikthoma.de)


(hendrikthoma.de) Heute ist Ronny Schreiber zu Gast bei Wein am Limit. Er fängt gerade im *** Michelin Restaurant von Christian Bau an der Mosel als Jung-Sommelier an zu arbeiten. In seinem Gepäck hat er zwei feine Weine, die er bei einem Ausflug am Prenzlauer Berg in Berlin bei einem Spezialitätenhändler gekauft hat.

Diese beiden Weine stammen aus Georgien und sind in der Amphore, der Quevri, gereift. Die im Schnitt 800-3500 Liter fassenden Tonamphoren sind dort seit Jahrtausenden in Gebrauch. Der Hype, der in einigen Weinkreisen um diese Reifungsgefäße in den letzten Jahren entstanden ist, dürfte auf die Georgier befremdlich wirken. Sie kennen nichts anderes und schwören auf diese Ausbaumethode, weil sie in dieser Region fest in der Tradition verankert ist. Die atmungsaktiven Amphoren werden ganz in der Erde eingegraben, um den Most zu kühlen. Dann vergären die Weine mit Stielen und Stengeln darin, um danach ein paar Monate weiter mit der Maische zu reifen. Somit könnte man diese Weine faktisch „Orange Weine“ (ein weiterer Trend) nennen. Auch hier wird sich meiner Einschätzung nach, die georgische Winzerschaft wenig Gedanken machen.

Der erste Wein ist ein Rkatsiteli Quevri von der Kooperative Kindzmarauli aus der Region Kachetien, dem Zentrum des georgischen Weinbaus. Diese aromatische und meistangebaute Weißweintraube wird in Georgien für ihr fruchtiges Bukett sehr geschätzt. Allerdings wird sie durch den Ausbau zu einem wesentlich komplexeren und gehaltvollen Stoff. Ein frischer Duft begleitet von Aromen von Kräutern, Mandel und Honig weht im Glas. Im Geschmack ist der Stoff trocken, intensiv und mit einer feinen Säure, die ihm zu einem lang anhaltenden Geschmack verhilft, ausgestattet. Der reinste Nektar und ein Augen öffnendes Weinerlebnis.

Der Rotwein aus der Sorte Saperavi ist schlichtweg ein Hammer. Selten habe ich einen so geradling-würzigen Roten getrunken, der so ungeschminkt und pur daherkam. In diesem Preisgefüge kenne ich nur wenig, was soviel Qualität ins Glas bringt. Diese alte Sorte ist bekannt für dunkelfarbende, kraftvolle Rotweine, mit einem großartigen Lagerpotential. Dieser hier bringt es auf den Punkt mit seinem satten Geschmack und der schnörkellos konsequent trockenen Art. Groß!!

Beide Weine sind nach acht Monaten Reifezeit in der Amphore für ungefähr dieselbe Zeit im Holzfass weitergereift. Allerdings ist dies beiden Weinen nicht anzumerken. Sie strotzen nur so vor Vitalität und Leben.

Ich finde es großartig, dass die georgischen Winzer weiterhin diese Ausbauart am Leben erhalten. Wir sollten nicht vergessen was unsere Wurzeln sind und woher wir kommen. Die Quevri sind ein wichtiger Baustein in der DNA des Weinbaus und in Zeiten von geschmacklicher Gleichschaltung wichtiger denn je.

Friday, December 09, 2016

GEOAIR: 2017 calendar with Soviet period mosaics from different regions of Georgia

GeoAIR's new product is out on the market - 2017 calendar with Soviet period mosaics from different regions of Georgia. Among them are Vartsikhe Hydrostation and Shukhruti Mining, seeing of which might be hard without special permissions. Starting from today you can buy them at 17 კვადრატი, Funduki / ფუნდუკი and წიგნის მაღაზია სანტა ესპერანსა - Bookshop Santa Esperanza shops, including Georgian National Gallery bookshop. Enjoy and if you get intrigued, book our tours on Soviet Period Mosaics at ATT - Alternative Tours of Tbilisi

Source: facebook.com/geoair.archidrome

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