Wednesday, January 09, 2008

KINO: Armenische Filme in Hamburg

Das Metropolis-Kino ( www.metropoliskino.de ) in Hamburg zeigt fünf armenische Filme im Januar.

Auszug aus der Website:

Shor und Shorshor
Armenien 1926, Hamo Bek-Nazarov 61 min.
Mit Hambartsum Khachanyan, Aram Amirbekyan, Avet Avetisyan
»Diese Filmkomödie des Filmpioniers Hamo Bek-Nazarov zählt sicher zu den kleinen Meisterwerken der Stummfilmzeit. Mit phantastischen Einfällen, die an den Filmmagier Georges Méliès erinnern, inszeniert der Regisseur akkurat und mit flottem Tempo die Geschichte von zwei genussfreudigen Bauern, die, zum Überdruss ihrer Frauen, sich allzu gerne betrinken und morgens nicht aus den Betten kommen. Sie werden von ihren Frauen aus dem Haus gejagt. Bald aber sind die Ehefrauen vergessen. Und genauso vergessen sind die Ehemänner. Der Tag ist voller Überraschungen, und die beiden Trunkenbolde verwickeln sich in die unmöglichsten Geschichten. Mit kindlicher Freude überzeichnet Hamo Bek-Nazarov gewisse Züge der bäuerlichen Gesellschaft, ohne jemals in billige Karikatur abzurutschen. Nicht nur die Hauptdarsteller sind grandiose Komiker, auch die Nebenfiguren werden von vorzüglichen Schauspielern dargestellt. Der Film vermittelt pures Vergnügen. Er ist eine Perle der Kinematographie, anarchisch und komisch.« (Cosima Santoro)
10.1. 19.00
Mit Klavierbegleitung und Vorfilm

Hallo, das bin ich • OmÜb
Armenien 1965, Frunze Dovlatyan 136 min.
Mit Armen Djigarkhanyan, Rolan Bykov, Natalia Fatejeva
Zwei Freunde, Physiker, der eine Armenier, der andere Russe, erinnern sich in den 60er Jahren an ihre Jugendträume und ihr früheres verrücktes Selbstbewusstsein, in der Physik etwas Bedeutendes leisten zu können, und reflektieren auf humorvoll tragische Weise die Begrenztheit ihres Arbeitens und die Sattheit des Denkens, die sie nun an sich feststellen. – Dieser Film drückt das geistige Klima der Aufbruchstimmung der 60er Jahre in der Sowjetunion mit ungewöhnlicher filmischer Plastizität und Leichtigkeit aus. Er bezeichnet einen Neunanfang in der armenischen Filmkunst.
15.1. 17.00

Nahapet • OmÜb
Armenien 1977, Henrik Malyan 92 min.
Mit Sos Sargsyan, Sofik Sargsyan, F. M. Mkrtchyan, Galya Novents
»Ein einsamer Wanderer geht durch die steinige, vertrocknete Landschaft: Nahapet. Irgendwann erreicht er sein Ziel: eine verfallene Hütte in einem mittelalterlich anmutenden Dorf. Vor seiner Hütte läuft eine sowjetische Blaskapelle durch die Gassen. Nahapet nimmt kaum Notiz von ihr. Er ist traumatisiert vom Genozid. In Rückblenden werden seine Erinnerungen sichtbar: die osmanischen Erschießungskommandos, die Ermordung seiner Frau und der Kinder, die langen Trecks der Flüchtlinge. Und immer wieder auch die schmerzhafte Erinnerung an das glückliche Leben vor dem Genozid. Nahapet ist einer der wichtigsten armenischen Filme, die dem Gedächtnis des Genozids gewidmet sind. In ergreifenden poetischen Bildern und Metaphern erzählt er vom Schmerz der Überlebenden und vom Überlebenswillen.« (Jörn Hagenloch)
21.1. 17.00

Die Kelter • OmÜb Hndzan
Armenien 1973, Bagrat Hovhannisyan 76 min.
Mit A. Isahakyan, Sos Sargsyan
Der zehnjährige Vahe geht jeden Tag zum Bahnhof, um auf den Vater zu warten, obgleich dieser amtlich als im Zweiten Weltkrieg gefallen gemeldet wurde. Mit wachem Blick beobachtet der Junge das Alltagsleben um sich herum, in dem die jungen und gesunden Männer fehlen und die Alten nur noch von früheren Kriegen erzählen. Mit Andeutungen auskommend, vermittelt Hovhannisyan einen starken Eindruck von der kindlichen Wahrnehmung einer gefährdeten Welt, die jedoch auch Heimat ist.
24.1. 17.00

Der Dokumentarist • OmÜb Vaveragroghogh
Armenien 2003, Harutyun Khachatryan 80 min.
»Geschichte und Erinnerung rekonstruieren, den eigenen Standort als Filmemacher bestimmen und die Geschichte seines Landes künstlerisch analysieren. Mit dem künstlichen Auge einer Kamera und gestaltet durch seine ganz eigene künstlerische Sensibilität, nimmt Khachatryan Bruchstücke armenischer Realitäten auf. Er gibt den Bildern Raum, damit sie ihre Kraft entfalten können, er schafft Stille für die Bilder, die sich leise in unsere Erinnerung einnisten. Diese Bilder drehte Khachatryan im Lauf von acht Jahren, in der Zeit des Zusammenbruchs des Sowjetreichs, an verschiedenen Orten Armeniens, mit ihnen fügt er ein mosaikartiges Portrait von sich und von Armenien zusammen.« (Cosima Santoro)
31.1. 19.15

Armenischer Jugendverband Kilikia e.V.
www.armenier-hamburg.de/kilikia

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